StrahlenTelex [ Medizinische Strahlenbelastung ]

 

Kommentiertes Register des Sachgebietes Medizinische Strahlenbelastung

Mammographie

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Mammographie

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Mammographie

Buchmarkt / Mammographie-Screening: „Akte Brust – Frau zwischen den Fronten“. Brustkrebs, Früherkennung und Screening – statt sachlicher Information dominiert Panikmache. Durch mediale Kampagnen, die oft wie Marketingkonzepte daherkommen, ist Brustkrebs für viele Frauen ein Schreckgespenst geworden. Mit der angstmachenden Falschaussage, daß jede 8. bis 10. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkranken soll, werden gesunde Frauen zur Mammographie getrieben. Noch zu Anfang des Jahres 2013 war sogar auf der Website der Charité in Berlin zu lesen: „Jede 8. Frau er-krankt momentan in Deutschland an Brustkrebs“. Gegen solche und andere statistischen Verfälschungen, der auch Ärzte oft auf den Leim gehen und damit ihre Patientinnen verunsichern anstatt ihnen zu helfen, richtet sich der österreichische Radiologe Dr. Hans Moser in seinem Buch „Akte Brust – Frau zwischen den Fronten“, das jetzt beim Petmedia Verlag erschienen ist. Moser stellt nicht nur Statistiklügen richtig, sondern auch falsche Darstellungen der Strahlenbelastung bei der Mammographie.

Stx658-659.2014.16.1 (1 Seite)

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Mammographie

Keine verringerte Sterblichkeit durch Mammographie-Reihenuntersuchungen. Bisher längste Analyse ihrer Art aus England zeigt immer noch keinen Effekt. „In den Todesstatistiken ist kein Effekt des Mammographiescreenings auf die Brustkrebssterblichkeit in England erkennbar“. Das berichteten der Epidemiologe Toquir K. Mukhtar und Kollegen vom Department of Public Health der Universität Oxford im Juni 2013. Das ist Ergebnis ihrer Langzeituntersuchung an Frauen in der Region Oxford (1979-2009) und in England (1971-2009). Sie bestätigten damit frühere Untersuchungsergebnisse aus anderen Ländern.

Stx636-637.2013.8 (1 Seite)

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Mammographie

Deutliche Erhöhung des Brustkrebsrisikos durch Röntgendiagnostik bei Frauen mit erhöhter familiärer Brustkrebshäufigkeit. Frauen, in deren Familien gehäuft Brustkrebs auftritt, werden heute häufig immer noch besonders zur Teilnahme an Brustkrebs-Röntgen-Reihenuntersuchungen, dem Mammographie-Screening, gedrängt. Doch für diese ist die Teilnahme besonders gefährlich, denn dadurch steigt bei ihnen das Brustkrebsrisiko noch zusätzlich. Diese Vermutung haben niederländische, französische und englische Wissenschaftler jetzt in einer großangelegten retrospektiven Kohortenstudie bestätigt gefunden. Bei Trägerinnen von sogenannten BRCA1/2-Mutationen steigt bei diagnostischen Strahlenbelastungen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken deutlich an. Das ist ein starkes Argument für ein risikoangepaßtes Brustkrebs-Screening mit Verfahren wie Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie, MRT) und Ultraschall anstelle der Mammographie mit Röntgenstrahlen, erklären die Autoren.

Stx618-621.2012.6.1 (1 Seite)

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Mammographie

Mammographie-Screening hat eine erhebliche Menge an Überdiagnosen zur Folge. Norwegische Studie fällt erneut ein schlechtes Urteil über Mammographie-Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs. Erneut bestätigt eine Studie aus Norwegen, dass bei Reihen-Röntgenuntersuchungen auf Brustkrebs (Mammographie-Screening) zu oft irrtümlich Brustkrebs diagnostiziert wird. In Norwegen waren in dem seit 1996 laufenden Reihenuntersuchungsprogramm 15 bis 25 Prozent der dabei entdeckten Brustkrebsfälle „falsch positiv“. Das heisst die betroffenen Frauen erhielten die Diagnose Brustkrebs und wurden behandelt, obwohl das nicht nötig gewesen wäre. Die Mediziner fordern eine bessere Aufklärung der Frauen über dieses Risiko.

Stx608-609.2012.10.1 (1 Seite)

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Mammographie

Das deutsche Mammographie-Screeningprogramm bleibt ohne Erfolgsnachweis. Zum zweiten Mal seit der Einführung des deutschen Mammographie-Screeningprogramms im Jahr 2005 hat jetzt die Kooperationsgemeinschaft Mammographie von gesetzlichen Krankenkassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung einen Evaluationsbericht über die Röntgenreihenuntersuchungen auf Brustkrebs vorgelegt (www.koop-mammo.de). Demnach hat im Auswertungszeitraum 2008 bis 2009 auch weiterhin nur jede zweite (rund 54 Prozent) der zur Teilnahme aufgerufenen Frauen in einem Alter zwischen 50 und 69 Jahren an dem Programm teilgenommen. Damit ist das Vorhaben gescheitert, statistisch zuverlässige Daten über den Erfolg des Screeningprogramms zu erheben.

Stx604-605.2012.6.1 (1 Seite)

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Mammographie

Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen: Über den Nutzen der Selbstuntersuchung der Brust gibt es ebenfalls keine Gewißheit. Bericht zum Standpunkt der National Breast Cancer Coalition (NBCC). Selbst entdecken heisst nicht Selbstuntersuchung. Weil es für Mammographie-Reihenuntersuchungen (Screening) keinen Erfolgsnachweis im Sinne einer Senkung der Brustkrebssterblichkeit gibt und die massenweise Anwendung dieser Röntgenuntersuchung Schaden anrichtet, war in der Ausgabe des Strahlentelex vom 6. Mai 2010 als Alternative eine systematische Förderung der Selbstuntersuchung empfohlen worden. Das ist womöglich schon ein Schritt zu weit gegangen. Wenn 80 Prozent der Frauen ihren Brustkrebs mehr oder weniger zufällig selbst entdecken, so die Schlussfolgerung, verspricht es einen größeren Erfolg, dies weiter zu fördern und also besser ein wenig an diesem großen Rad zu drehen, als mit einem neu eingeführten Mammographie-Screening hektisch an einer kleinen Schraube zu kurbeln. Selbst entdecken ist jedoch nicht selbst untersuchen. Denn auch für die systematisch geförderte und aktive Selbstuntersuchung der Brust gibt es keinen Nachweis einer Wirksamkeit. Wie das Mammographie-Screening führt auch die Selbstuntersuchung der Brust nicht zu einer Verringerung der Sterblichkeit an Brustkrebs, jedoch zu allen Nachteilen wie Ängsten, Überdiagnosen, vermehrten Biopsien bei gutartigen Befunden etc.. Darauf weisen Gudrun Kemper und Beate Schmidt vom unabhängigen Projekt Breast Cancer Action Germany (www.bcaction.de) in ihrem hier dokumentierten Bericht zum Standpunkt der Nationalen Brustkrebskoalition in den USA (National Breast Cancer Coalition, NBCC) hin. Von Gudrun Kemper und Beate Schmidt.

Stx562-563.2010.2-5.4 (4 Seiten)

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Mammographie

Fünf Jahre Mammographie-Screening in Deutschland. Bundesweit werden seit fünf Jahren Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre schriftlich zur Teilnahme an der Röntgen-Reihenuntersuchung eingeladen. Die bisher eingeladenen 9,2 Millionen Frauen stellen etwa die Hälfte und die teilnehmenden 4,9 Millionen Frauen damit etwa ein Viertel der Zielgruppe dar. 70 Prozent jedoch müßten es mindestens sein, damit eine ausreichende statistische Nachweisstärke für die erwartete Größenordnung einer erhofften verringerten Brustkrebssterblichkeit nach frühestens 10 Jahren erreicht werden kann. Das hatten die begleitenden Epidemiologen vor der Einführung des Programms erklärt. Damit läßt sich absehen, daß das „europaweit größte und teuerste“ Mammographie-Screeningprogramm schließlich ohne wirklichen Erfolgsnachweis bleiben wird.

Stx562-563.2010.1.1 (1 Seite)

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Mammographie

Dänische Studie zeigt erneut: Mammographie-Reihenuntersuchungen nutzen nichts. Keinen Effekt des dänischen Screeningprogramms auf die Brustkrebssterblichkeit fanden Wissenschaftler des Nordischen Cochrane-Zentrums in Kopenhagen und des Norwegischen Instituts für Public Health in Oslo. Das berichteten sie jüngst in dem Wissenschaftsmagazin British Medical Journal. Die Abnahmen der Brustkrebssterblichkeit, die in den Gebieten mit Screening beobachtet werden konnten, waren demnach ähnlich hoch wie oder geringer als die in den Gebieten ohne Screening sowie bei Altersgruppen, die zu jung für das Screening waren. Die Abnahme der Brustkrebssterblichkeit ist wahrscheinlich eher durch Veränderungen bei den Risikofaktoren und mit verbesserter Behandlung zu erklären, als durch Mammographie-Screening, schreiben die Autoren. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx560-561.2010.4-6.3 (3 Seiten)

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Mammographie

Mammographie als Brustkrebsrisiko. Frauen mit familiär gehäuft auftretenden Brustkrebserkrankungen oder genetisch bedingt erhöhtem Brustkrebsrisiko wird häufig schon in jungen Jahren zu vermehrten, jährlichen Mammographie-Untersuchungen geraten. Einer auf der Jahrestagung der Radiologischen Gesellschaft von Nordamerika am 30. November 2009 in Chicago vorgestellten Metaanalyse aus den Niederlanden zufolge kann dies jedoch das Brustkrebsrisiko weiter erhöhen (Marijke C. Jansen-van der Weide et al. 2009). Die deutsche Gesellschaft für Strahlenschutz hatte auf dieses Problem, von dem etwa 0,5 bis 1 Prozent der weiblichen Bevölkerung betroffen ist, bereits im Dezember 2001 hingewiesen.

Stx552-553.2010.2-3.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Mammographie-Screening: Nur die Hälfte nimmt teil. Sorgen um den Erfolgsnachweis für die Röntgen-Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs. In nur drei Jahren ist seit April 2005 in Deutschland das europaweit größte – und mit einem Aufwand der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von jährlich 250 bis 300 Millionen Euro teuerste – Brustkrebs-Früherkennungsprogramm installiert worden. Die Anbieter des Mammographie-Screenings, ihre Funktionäre und Politiker geben sich begeistert: „Mammographie-Screening rettet Leben. Noch nie zuvor hatten wir in Deutschland eine qualitativ so hochwertige und zuverlässige Brustkrebsfrüherkennung“ – so Dr. Andreas Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. „Für die besonders gefährdete Gruppe der Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren haben wir in Deutschland mit dem Mammographie-Screening eine Früherkennungsmaßnahme geschaffen, die allerhöchsten europäischen Qualitätsvorgaben genügt“ – so die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Jedoch: Nur jede zweite dazu eingeladene Frau nimmt an der Reihenuntersuchung teil, mehr als 70 Prozent aber müßten es sein, damit Epidemiologen die Möglichkeit hätten, die optimistischen Aussagen für das deutsche Screening-Programm statistisch eindeutig zu belegen – sofern diese zutreffen. Das war am 8. April 2008 auf einer Tagung in Berlin zu erfahren, zu der das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesministerium für Gesundheit und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie der Spitzenverbände von Krankenkassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung eingeladen hatten. Ein Bericht von Thomas Dersee.

Stx512-513.2008.1-2.2

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Mammographie

Risikokommunikation: Das Mammographiescreening wird wie eine Versicherung beworben. Risikowahrnehmung beim Mammographiescreening. Zur individuellen Entscheidungsfindung über eine Teilnahme am Mammographiescreening sei die Risikoverringerung für Tod durch Brustkrebs im Erkrankungsfall ausschlaggebend. Diese Meinung vertreten Prof. Dr.rer.nat. Nikolaus Becker vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Prof. Dr.med. Hans Junkermann von der Universitätsfrauenklinik Heidelberg im Deutschen Ärzteblatt. Sie empfehlen folgende Formulierung: Von 100 an Brustkrebs erkrankten Frauen sterben tumorbedingt innerhalb der folgenden zehn Jahre nach Diagnosestellung ohne Screening 31 Frauen an Brustkrebs, bei Teilnahme am Screening sterben nur 20 (35 Prozent weniger). Auf dieser Grundlage, so Becker und Junkermann, würden bisher etwa 70 Prozent der zum Mammographiescreening eingeladenen Frauen der Aufforderung zur Teilnahme folgen. Mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx510-511.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Statt Zwang zur Reihenuntersuchung jetzt Zwang zur Beratung. Krebsvorsorge und andere Früherkennungsuntersuchungen sollen nun doch nicht zur Pflicht werden. Darauf verständigte sich am 20. Juli 2007 der Gemeinsame Bundesausschuß (GBA) der Gesundheitsbranche, der den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) festlegt, und hebelte damit einen äußerst umstrittenen Punkt der Gesundheitsreform aus, der wie gemeldet bereits im April 2007 in Kraft getreten war.

Stx494-495.2007.9.1 (1 Seite)

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Mammographie

Zwang zur Reihenuntersuchung. Das ist kein Aprilscherz: Mit dem Inkrafttreten der Gesundheitsreform am 1. April 2007 ist die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für die Geburtsjahrgänge ab 1987 zur Pflicht geworden. – Mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.

Stx488-489.2007.6.1 (1 Seite)

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Mammographie

Screening: Keine signifikante Verringerung der Brustkrebssterblichkeit bei Mammographie-Reihenuntersuchung. Nach der Einführung von Reihenuntersuchungen (Screening) auf Brustkrebs mittels Mammographie für ältere Frauen ab 50 Jahren blieben Sinn und Wirksamkeit solcher Maßnahmen besonders für jüngere Frauen weiterhin umstritten. Eine Meta-Analyse aller bisherigen Untersuchungen zeigte zwar eine etwa 15-prozentige Reduzierung der Sterblichkeit beim Mammographieren von Frauen zwischen 40 und 49 Jahren, jedoch könnte dieser Befund auch auf einen darin enthaltenen Anteil von älteren Frauen über 50 Jahre zurückzuführen sein. Sue M. Moss und Kollegen vom Institute of Cancer Research in Sutton, der University of Leeds, dem City Hospital in Nottingham und dem Addenbrookes Hospital in Cambridge (sämtlich in Großbritannien), untersuchten deshalb 160.921 Frauen aus England, Wales und Schottland im Alter zwischen 39 und 41 Jahren. Ihre Untersuchung ergab keine signifikanten Ergebnisse.

Stx484-485.2007.4.1 (1 Seite)

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Mammographie

Screening: Wege der Brustkrebsfrüherkennung. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie fragt auf ihrer Jahrestagung in Dresden nach zielführenden Wegen zur Früherkennung von Brustkrebs. Ende 2007 soll die Mammographie-Reihenuntersuchung (Screening) zur Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland flächendeckend etabliert sein. Gegen sachkundigen Rat, aber in Erfüllung der Wünsche einer starken Lobby und ergänzend zur Gesundheitsreform hatte die frühere rot-grüne Bundesregierung im Januar 2004 entschieden, ein solches Screening-System in Deutschland aufzubauen. Brustgesunde Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren sollen im Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung ihrer Brust aufgefordert werden. Die Protagonisten des Screenings erhoffen sich dadurch eine Verringerung der Sterblichkeit (Mortalität) um zirka 30 Prozent. Das heißt, ohne Screening sterben von 1.000 Frauen in 10 Jahren 4 Frauen an Brustkrebs, mit Screening sollen es nur noch etwa 3 sein.

Stx472-473.2006.5.1 (1 Seite)

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Mammographie

Mammographie-Screening bis Ende 2007 bundesweit. Gegen sachkundigen Rat, aber in Erfüllung der Wünsche einer starken Lobby und ergänzend zur Gesundheitsreform hatte die frühere rot-grüne Bundesregierung im Januar 2004 entschieden, ein flächendeckendes System zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening) in Deutschland aufzubauen. Brustgesunde Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren sollen im Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung der Brust aufgefordert werden. In Bremen, Wiesbaden und der Region Weser-Ems war bereits Mitte des Jahres 2001 vorbereitend mit einem Modellprojekt Mammographie-Screening begonnen worden. Von bundesweit insgesamt 90 geplanten Screeningzentren sind heute jedoch erst 8 in Betrieb, erklärte Jan Graebe-Adelssen von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie am 19. Januar 2006 vor Journalisten in Berlin.

Stx458-459.2006.7.1 (1 Seite)

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Mammographie

Sirnach, 30. März 2005: Risiken durch radioaktive Niedrigdosisstrahlung und Mammographie-Reihenuntersuchungen. Die Diskussion über Sinn und Zweck der Früherkennung von Brustkrebs mit Hilfe von Mammographie-Reihenuntersuchungen läuft in der Schweiz derzeit auf Hochtouren. Zuletzt hatten sich im Januar 2005 auf einem internationalen Brustkrebs-Kongreß in St. Gallen 3.700 Ärztinnen und Ärzte versammelt und auch Laienpublikum eingeladen. Der Veranstalter Hans-Jörg Senn widersprach dabei jenen Studien, die den Wert eines breit angelegten Mammographie-Programms anzweifeln und kritisierte die Deutschschweiz. In der Westschweiz gebe es dagegen das Mammographie-Screening, die Rehenuntersuchung noch nicht "verdächtiger" Frauen. Die Röntgenmethode sei immer noch die beste. Die Forschung zur gesundheitsgefährdenden Wirkung niedriger Strahlendosen ist bisher auch in medizinischen Fachkreisen wenig diskutiert, konstatiert dagegen der schweizerische Arbeitskreis "Tschernobyl und die Folgen" und lädt deshalb für den 30. März 2005 um 19.00 Uhr in die Fischingerstr. 66 in CH-8370 Sirnach TG zu einem Vortrag und Diskussion mit Frau Professor Dr.rer.nat. Inge Schmitz-Feuerhake zu den "Risiken durch radioaktive Niedrigdosis-Strahlung – Risiken der Mammographie-Reihenuntersuchung" ein.

Stx436-437.2005.8.1 (1 Seite)

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Mammographie

Strahlenwirkungen: Zur Mammographie verwendete Röntgenstrahlen sind fünffach stärker krebserregend als bisher angenommen. Über die biologische Wirksamkeit der 29kVp-Röntgenstrahlung, die für Mammographie-Massenuntersuchungen (Screening) verwendet wird, herrscht derzeit ein heftiger Streit. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung wird entscheidende Auswirkungen auf die Berechnung des Ausmaßes der Strahlenrisiken durch Brustkrebs-Screening haben. G. J. Heyes und A. J. Mill von der Radiation Biophysics Group an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität von Birmingham in Großbritannien, stellten in der Zeitschrift Radiation Research eine "definitive Abschätzung" der biologischen Wirksamkeit von 29 kVp-Röntgenstrahlung vor, im Vergleich zur Strahlung, der die Atombombenüberlebenden ausgesetzt waren. Sie fanden eine rund 5-fach höhere biologische Wirksamkeit der 29 kVp-Röntgenstrahlung und fordern eine nochmalige Überprüfung des Nutzens von Mammographie-Untersuchungen.

Stx430-431.2004.6.1 (1 Seite)

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Mammographie

2 Jahre Mammographie-Screening in Deutschland. In Bremen, Wiesbaden und in der Region Weser-Ems war Mitte des Jahres 2001 mit einem Modellprojekt Mammographie-Screening zur Brustkrebs-Früherkennung begonnen worden, um eine flächendeckende Einführung in ganz Deutschland vorzubereiten. Jetzt stellte Dr. med. Hans Junkermann auf dem Deutschen Röntgenkongress am 22. Mai 2004 in Wiesbaden eine erste Auswertung vor.

Stx418-419.2004.6.1 (1 Seite)

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+ Stx420-421.2004.3.1 (1 Seite)

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Mammographie

Die Röntgen-Massenuntersuchung auf Brustkrebs wird eingeführt. Ein gemeinsamer Beschluß von Bundesumwelt- und Bundesgesundheitsministerium. Gegen allen sachkundigen Rat, dafür in Erfüllung der Wünsche einer starken Lobby und ergänzend zur Gesundheitsreform hat die derzeitige Bundesregierung jetzt entschieden: In Deutschland wird ein flächendeckendes System zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening) aufgebaut. Dazu sind jetzt Richtlinien und Eckpunkte zur Ausgestaltung der Massenuntersuchung überwiegend gesunder Frauen in Kraft getreten. Das teilten Bundesumwelt- und Bundesgesundheitsministerium am 28. Januar 2004 gemeinsam mit. Aktuelle Metaanalysen lassen jedoch bezweifeln, daß die Durchführung eines Mammographiescreenings zu einem Überlebensvorteil der Patientinnen führt.

Stx410-411.2004.2-4.3 (3 Seiten)

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Mammographie

Keinen Überlebensvorteil durch Früherkennung von Brustkrebs gefunden. Aktuelle Metaanalysen lassen bezweifeln, daß die Durchführung eines generellen Mammographiescreenings zu einem Überlebensvorteil der Patientinnen führt. Dies veranlaßte Dr.med. Wolfgang Janni von der I. Frauenklinik am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München und Kollegen zu überprüfen, ob Bestrebungen zur Krebsfrüherkennung in den 80er Jahren Einfluß auf die durchschnittliche diagnostizierte Tumorgröße bei Primärdiagnose und auf die Überlebensprognose hatten. Während des Untersuchungszeitraumes war laut Janni und Kollegen zwar eine signifikante Abnahme der durchschnittlichen Tumorgröße bei Erstdiagnose des Mammakarzinoms zu beobachten. Dies führte aber nicht zu einem nachweisbaren krankheitsspezifischen Überlebensvorteil für die Patientinnen.

Stx394-395.2003.7,8.2 (2 Seiten)

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Mammographie

"Am Knoten in der Brust ist noch keine Frau gestorben". Stellungnahme des Deutschen Ärztinnenbundes zur Einführung eines flächendeckenden Mammographie-Screenings. Verbesserte Tastuntersuchungen statt Reihenuntersuchungen mit Mammographie empfiehlt der Deutsche Ärztinnenbund. Nicht jede Brustkrebsart führe zum Tode, beim Umgang mit Mammographie werde das ignoriert. Der Deutsche Ärztinnenbund befürworte dagegen alle Maßnahmen, die eine effektivere medizinische Versorgung der Bevölkerung bewirken. Insbesondere begrüße er die zunehmende Berücksichtigung evidenzbasierter Kriterien bei der Entscheidungsfindung in der Medizin. Daher seien gerade die Analysen der Cochrane Collaboration von ihm ausgiebig studiert worden. Das erklärte beim Fachgespräch des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Einführung eines flächendeckenden Mammographie-Screenings am 23. April 2002 im Berliner Roten Rathaus die Frauenärztin Dr.med. Friederike M. Perl, Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Ärztinnenbundes e.V.

Stx382-383.2002.1-3.3 (3 Seiten)

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Mammographie

Medizinische Strahlenbelastung: Auch das Bundesamt für Strahlenschutz lehnt das Mammographie-Screening ab. Fachgespräch beim Bundesamt für Strahlenschutz zur Brustkrebs-Früherkennung am 23. April 2002 in Berlin. Auf Einladung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) fand am 23. April 2002 im Roten Rathaus in Berlin ein Fachgespräch zum Thema Brustkrebs-Früherkennung statt. Die Diskussion war in drei Abschnitte unterteilt: "Medizinische Aspekte der Brustkrebs-Früherkennung", "Nutzen-Risiko-Bewertung des Röntgen-Mammographie-Screenings" und "Position gesellschaftlicher Gruppen". Wir dokumentieren den Beitrag der Gesellschaft für Strahlenschutz, die eingeladen wurde, sich mit einem eigenen Beitrag an diesem Fachgespräch zu beteiligen. Von Dr.med. Helga Dieckmann und Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.

Es ist bemerkenswert, daß das BfS nicht nur zu einer kontroversen Debatte über das heikle Thema "Brustkrebs-Screening" einlädt sondern auch noch nachdrücklich einfordert, daß der Nutzen dieses Screenings das Risiko überwiegen muß. Diese vernünftige Forderung scheint lediglich selbstverständlich, tatsächlich dokumentiert sie Courage – sie stellt nämlich die Position der Gesundheitsministerin in Frage, derzufolge die gegenwärtig vorliegenden Fakten eine klare Antwort gestatteten und nur noch zu handeln sei. Es ist auch bemerkenswert, daß das BfS, hier in Gestalt von Herrn Dr. Jung, in Form einer Überschlagsrechnung auf die Größenordnung der Kollektivdosis hinwies, die durch das Brustkrebs-Screening verursacht würde. Diese kollektive Strahlenbelastung wäre beträchtlich viel höher als alle bisherigen Strahlenbelastungen von beruflich Strahlenexponierten und der Bevölkerung zusammengenommen.

Stx368-369.2002.1-6.6 (6 Seiten)

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Mammographie

Mammographie-Screening: Ärztekammer Berlin warnt vor Irreführung der Bevölkerung bei Mammographie-Reihenuntersuchungen. Der Gesundheitsausschuß des Deutschen Bundestages will ab 2003 ein flächendeckendes Mammographie-Screening einführen. Ergebnisse über den Nutzen aus den Mammographie-Erprobungsregionen will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nicht abwarten, sondern lediglich erfahren, "wie es gelingt, die Frauen zum Mitmachen zu motivieren".

Stx366-367.2002.7,8.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Mammographie-Screening: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will Röntgen-Reihenuntersuchungen für alle Frauen ab 50 Jahre. Das Bundesamt für Strahlenschutz fordert zuvor den Nachweis eines Nutzens und plant für April 2002 ein Fachgespräch zur Klärung offener Fragen. Kommentar: Denkfehler. 80 Prozent ihrer Brustkrebserkrankungen entdeckten die Frauen bisher mehr oder weniger zufällig selbst, indem sie bei Auffälligkeiten an ihrer Brust zum Arzt gehen. Das erklären die Anhängerinnen und Anhänger des massenhaften Mammographierens und verkünden, das dürfe nicht sein und müsse durch das von ihnen propagierte Verfahren abgelöst werden. Das ist ein logischer Fehler. Die Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie des Erfolges lassen es vielmehr geraten erscheinen, gerade diesen hohen Anteil noch weiter zu erhöhen. Denn schon die Anstrengungen für eine nur geringe Verbesserung um zum Beispiel 5 Prozent des Anteils von 36.800 Frauen (80 Prozent von 46.000 Frauen, die nach Aussage des Bundesamtes für Strahlenschutz jährlich in Deutschland neu an Brustkrebs erkranken) würde schon mehr als 1.840 Frauen helfen und entsprechend den Anteil der anderen 9.200 Frauen, die ihren Krebs nicht entdecken, um 20 Prozent verringern. Die Logik der Erfolgsökonomie verlangt, alles dafür zu tun, den 80 Prozent-Anteil der Frauen weiter zu erhöhen, die ihren Brustkrebs selbst finden. Ihn zu verringern wäre geradezu kontraproduktiv. Das spricht für eine systematische Förderung und Propagierung der Selbstuntersuchung, für eine professionelle Anleitung der Frauen zum richtigen Abtasten. Kommentar von Thomas Dersee

Stx364-365.2002.1,2.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Buchmarkt: "Brustkrebsfrüherkennung Ja, Reihenuntersuchung mit Mammographie Nein!" Die Mammographie ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren zur Erkennung von Brustkrebs. Vielen Wohlmeinenden aus Medizin, Gesundheitspolitik und Krankenkassen, die etwas gegen das Brustkrebsproblem unternehmen wollen, fällt es jedoch schwer zu akzeptieren, daß die Reihenuntersuchung mit Mammographie nach aller Erfahrung weder eine Senkung der Brustkrebssterblichkeit noch der Gesamtsterblichkeit zur Folge hat. Das erste Screeningprogramm wurde 1963 begonnen. Seitdem füllt das Thema zehntausende Seiten der wissenschaftlichen Literatur. In ihrem Anfang 2002 erscheinenden neuen Bericht des Otto Hug Strahleninstituts Nr. 23 stellt die Gesellschaft für Strahlenschutz aus Anlaß aktueller Initiativen der rot-grünen Regierungskoalition zur Förderung des Mammographiescreenings den derzeitigen Erkenntnisstand dar. Es sei Zeit, sich von Wunschvorstellungen zu befreien und neue Strategien zur Bekämpfung des Brustkrebses auszuarbeiten, schreiben die Autorinnen und Autoren der Gesellschaft für Strahlenschutz.

Ausführliche Information über diesen Bericht und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.

Stx360-361.2002.6,7.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Erfolglosigkeit des Mammographie-Screenings bestätigt. Die Strahlenbelastung der Menschen in Deutschland durch die Medizin ist mit durchschnittlich rund 2 Millisievert pro Jahr im europäischen und im Weltvergleich unverändert sehr hoch und muß gesenkt werden. In Großbritannien sind es zum Beispiel lediglich 0,3 Millisievert pro Jahr. Zu diesem Ergebnis gelangte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) in seinem Bericht über Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2000, den er am 27. September 2001 dem Parlament zuleiten ließ.

Dagegen forderte unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am 20. Oktober 2001 in Berlin ein Zusammenschluß von zwölf Institutionen und Initiativen auf einer "Demonstration gegen Brustkrebs" die flächendeckende Einführung des Mammographie-Screenings und damit eine weitere Strahlenbelastung für Frauen. Die Röntgen-Reihenuntersuchung der Brust, so die Hoffnung, soll den Kampf gegen den Brustkrebs voranbringen.

Daß dies jedoch tatsächlich so nicht geschieht, zeigten zeitgleich die Wissenschaftler des Nordischen Cochrane-Zentrums in Kopenhagen. Sie fanden, daß es dabei sogar zu vermehrten Brustamputationen und radikaleren Therapien anstatt zu mehr brusterhaltendem Vorgehen kommt, ohne daß auch nur die Sterblichkeit an Brustkrebs sinkt. Ein Bericht von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.

Stx356-357.2001.1,2.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Dokumentation: Reihenuntersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung: Wie sinnvoll erscheinen sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts? von Professor Cornelia J. Baines MD, MSc, FACE, Department Public Health Sciences, Faculty of Medicine, University of Toronto, Canada, Internationaler Kongress "Strahlenschutz nach der Jahrtausendwende", 9. Juni 2000, Bremen. Ein "flächendeckendes Mammographie-Screening nach europäischen Leitlinien" fordern die Frauen der Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen und einige ihrer männlichen Kollegen im Sommer 2001 in einem Antrag (14/6453) für den Deutschen Bundestag an die Bundesregierung. Zeitgleich ist in Bremen und Wiesbaden mit der Erprobung eines Programms von Mammographie-Reihenuntersuchungen begonnen worden. Vor allem hätten die bisher "in Deutschland durchgeführten Mammographien nicht zu einer Absenkung der Brustkrebssterblichkeit geführt", beklagen die Politikerinnen. Dagegen werde in vielen anderen Ländern ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening angeboten, führen sie an und nennen unter anderem das weltweit größte derzeit laufende Screeningprogramm in Kanada. Die Leiterin dieses Programms, Frau Professor Dr. Cornelia J. Baines, kommt jedoch nach 20 Jahren Erfahrung mit dem Mammographie-Screening zu dem Schluß, das Screening sei zwar gut, wenn man Statistik betreiben will. Es verhindere jedoch weder Brustkrebs noch senke es im Vergleich zu anderen Untersuchungsmethoden die Sterblichkeit daran. Frauen, die so etwas erwarten und deshalb an den Programmen teilnehmen, könnten nur enttäuscht werden. Wenn Geld für Gesundheitsprogramme vorhanden sei, sollte es tunlichst für etwas ausgegeben werden, das einen größeren Nutzen erwarten läßt als ausgerechnet ein Mammographie-Screeningprogramm. Strahlentelex dokumentiert den Vortrag von Frau Professor Baines, den diese am 9. Juni 2000 in Bremen auf dem Internationalen Kongress "Strahlenschutz nach der Jahrtausendwende" gehalten hat.

Stx350-351.2001.8-11.4 (4 Seiten)

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Mammographie

Brustkrebs-Früherkennung: Die Ärztekammer Berlin warnt vor der Irreführung der Bevölkerung und falschen Hoffnungen: In Bremen und Wiesbaden beginnen Mitte 2001 Mammografie-Reihenuntersuchungen. Nach einer einjährigen Vorbereitungszeit bekommen im Sommer 2001 die ersten Frauen in Bremen und Wiesbaden eine Einladung zum Mammografie-Screening. Zielgruppe der Reihenuntersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung sind Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die dort wohnen. Die Ärztekammer Berlin warnt vor Irreführung und falschen Hoffnungen auf Mammografie-Reihenuntersuchungen: Nur jede 1000. Frau hat einen Nutzen, aber 250 erleiden dabei einen Schaden.

Stx348-349.2001.1,2.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Neue Jenaer Studie zur Brustkrebsdiagnostik: Magnetresonanzmammographie ist die überlegene Methode. Die Magnetresonanzmammographie (MRM) ist die genaueste Methode, wenn es um die Diagnose eines bösartiges Brusttumors geht. Dies fand die Jenaer Gynäkologin Dr. Sabine Malur in einer Anfang 2001 veröffentlichten Studie heraus. "Im Vergleich zur Röntgenmammographie oder zur Ultraschalluntersuchung (Sonographie) lieferte die Magnetresonanzmammographie bei einem Verdacht auf Brustkrebs die besten Resultate", faßt die Medizinerin von der Frauenklinik der Friedrich-Schiller-Universität ihre Ergebnisse zusammen. Die Magnetresonanzmammographie arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mißt die Energieveränderungen im Gewebe, die unter Einfluß eines von außen angelegten starken Magnetfeldes in Form von elektromagnetischen Wellen aus dem Körper austritt. Mit Hilfe eines Computers lassen sich so zweidimensionale Bilder erzeugen, die mit sehr hoher Auflösung auch die Darstellung kleiner anatomischer Strukturen möglich machen.

Stx342-343.2001.6,7.2 (2 Seiten)

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Mammographie

Strahlenwirkungen: Mammographie-Röntgenstrahlen sind 3,4-fach stärker krebsauslösend als 200 kVp-Röntgenstrahlen und mindestens 7-fach stärker als Cobalt-60-Gammastrahlung. Die derzeit geltenden Strahlenrisiko-Abschätzungen für beruflich strahlenbelastete Personen und für die medizinische Diagnostik beruhen zum größten Teil auf den epidemiologischen Daten der Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki, die im wesentlichen mit Gammastrahlung exponiert worden waren. Die biologische Wirksamkeit dieser Gammastrahlen ist derjenigen von Cobalt-60-Gammastrah-lung vergleichbar. Bei beruflicher Strahlenbelastung und in der medizinischen Diagnostik sind dagegen Röntgenstrahlen und Elektronen im sogenannten LET-Bereich bis etwa 10 keV/µm die hauptsächlichen Strahlenarten. Die Publikation 60 der Internationalen Strahlenschutzkommission und die deutsche Strahlenschutzverordnung (1990) gehen von der Annahme aus, daß alle Photonen- und Elektronenstrahlungen bis zu einem LET von 11 keV/µm die gleiche biologische Wirksamkeit haben. Strahlenphysikalische und strahlenbiologische Daten widersprechen aber dieser Annahme. Das zeigten D. Frankenberg, K. Kelnhofer, F. Bär und M. Frankenberg-Schwager von der Abteilung Klinische Strahlenbiologie und Klinische Strahlenphysik am Zentrum Radiologie der Universität Göttingen auf der 32. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz (FS-GAST) vom 2. bis 6. Oktober 2000 in Bad Kissingen anhand von Untersuchungen an einer menschlichen Hybridzelllinie (CGL1).

Stx332-333.2000.10,11.2 (2 Seiten)

Mammographie

Mammographie-Screening in der Kontroverse: Zweifel am Sinn von Mammographie-Reihenuntersuchungen nach 20 Jahren Screening in Kanada und vor einem Neustart in Deutschland. Der Kreis, der die Sinnhaftigkeit dieser Röntgenmethode zur Früherkennung von Brustkrebs anzweifelt, wird immer größer. Andererseits hat man im Jahr 2000 in Deutschland erstmals ein Programm zur Durchführung von Mammographie-Reihenuntersuchungen beschlossen. Zum Kongress "Strahlenschutz nach der Jahrtausendwende", den die Gesellschaft für Strahlenschutz mit Unterstützung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) am 9. und 10. Juni 2000 in Bremen durchführte, reiste auch Frau Dr. Cornelia J. Baines an, Professorin für Öffentliches Gesundheitswesen an der Universität Toronto und Leiterin des weltweit größten derzeit laufenden Screeningprogramms in Kanada. Deren Haltung nach 20 Jahren Erfahrung mit dem Mammographie-Screening läßt sich wie folgt zusammenfassen: Das Screening ist gut, wenn man Statistik betreiben will, es verhindert jedoch weder Brustkrebserkrankungen noch senkt es die Sterblichkeit an Brustkrebs. Frauen, die so etwas erwarten und deshalb an den Programmen teilnehmen, könnten nur enttäuscht werden. Wenn Geld für Gesundheitsprogramme vorhanden sei, sollte es tunlichst für etwas ausgegeben werden, das einen größeren Nutzen erwarten läßt als ausgerechnet Mammographie-Screeningprogramme.

Stx324-325.2000.1-3.3 (3 Seiten)

Mammographie

Bei genetischer Prägung für Brustkrebs ist die Mammographie besonders risikoreich. Über die Risiken der Mammographie unter Berücksichtigung physikalischer und genetischer Aspekte berichtete Professor Dr. Dieter Frankenberg vom Zentrum für Radiologie der Georg-August Universität Göttingen auf dem internationalen Kongreß "Die Wirkung niedriger Strahlendosen", der vom 19. bis 21. März 1998 in Münster stattfand. Aus seinen Darstellungen kann geschlossen werden, daß Frauen mit einer ererbten genetischen Prädisposition für Brustkrebs ein besonders hohes Risiko tragen, durch die Anwendung der Früherkennungsmethode Mammographie an einem Krebstumor zu erkranken. Ein Bericht von Bettina Dannheim.

Stx272-273.1998.1,2.2 (2 Seiten)

Mammographie

Krawall um Reihenuntersuchungen auf Brustkrebs: Die Auseinandersetzung darum, ob regelmäßige Mammographien für Frauen in den Vierzigern empfehlenswert sind, wird durch unsichere Beweise und entgegengesetzte Weltbilder geschürt. Die Frage stellt sich einfach: Sollten Frauen in den Vierzigern regelmäßige Mammographien empfohlen werden? Die Suche nach der Antwort führt in den USA ebenso wie in Deutschland zu einem scharfen Streit. Das muß nicht verwundern, denn regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind zunächst einmal auch ein Geschäft. Die Vorbereitungen zu einer entscheidenden Sitzung des National Instituts of Health (NIH) der USA im Januar 1997, wurde von einem Mitglied des Vorbereitungsausschusses als "Rauferei" bezeichnet und die Sitzung selbst habe auch diesem Eindruck entsprochen, berichtete Gary Taubes im Wissenschaftsmagazin Science vom 21. Februar 1997. Der Direktor des National Cancer Institute (NCI) zeigte sich "schockiert, die Giftigkeit und Feindseligkeit mit ansehen zu müssen", die dieses Thema begleitet. Die wissenschaftliche Sitzung endete mit öffentlichen Anschuldigungen wegen Betrugs und bürokratischer Schikane. Ein Radiologe gab öffentlich und mit großem Medienecho seine Meinung kund, daß die Schlußfolgerung der Sitzung, jede Frau in den Vierzigern müsse über Mammographie selbst entscheiden, ein "Todesurteil" für diese Frauen sei. Er werde um sie Trauern.

Stx246-247.1997.1-4.4 (4 Seiten)

Mammographie

Techniker-Krankenkasse wurde Mamma-Screening untersagt. Das Bundesversicherungsamt hat es der Techniker Krankenkasse (TK) untersagt, ihren weiblichen Mitgliedern ab 50 Jahren die Kostenübernahme einer jährlichen Röntgenuntersuchung der Brust anzubieten. Die Begründung lautet unter anderem, die TK würde ihre weiblichen Versicherten einer unnötigen Strahlenbelastung aussetzen.

Stx208-209.1995.12.1 (1 Seite)

Mammographie

"Röntgenärzte wollen röntgen". Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum (FFGZ) e.V., Berlin, stellt fest, daß ÄrztInnen und Fachgesellschaften zunehmend Frauen ab 35 Jahren auffordern, routinemäßig ihre Brüste röntgen zu lassen. Leserinnenbrief von Sylvia Groth, FFGZ e.V., Berlin, zum Bericht im Strahlentelex 180-181 vom 7. Juli 1994.

Stx182-183.1994.3,4.2 (2 Seiten)

Mammographie

Röntgenärzte wollen röntgen. Die jährliche Mammographie für Frauen ab 40 oder 50 Jahren soll fester Bestandteil der Krebsvorsorge werden. Das wünscht sich die Deutsche Röntgengesellschaft von den Krankenkassen, die das bezahlen müßten. 25 Prozent mehr Frauen mit Brustkrebs könnten so länger überleben. Das heftig diskutierte Strahlenrisiko dieser Röntgenuntersuchungen der Brust schätzen die Radiologen gering.

Stx180-181.1994.3.1 (1 Seite)

Mammographie

Mammographien im Zwielicht. Rund jedes zweite Mammographie-Gerät zur Diagnose von Brustkrebs ist veraltet oder technisch defekt und liefert Röntgenaufnahmen, die zur einwandfreien Diagnose ungeeignet sind. Hinzu kommen mangelnde Erfahrung etlicher Ärzte, die selbst bei einwandfreien Röntgenbildern diese nicht korrekt auswerten können. Das ist das Ergebnis der deutschen Mammographie-Studie, teilte der Bundesverband der Innungskrankenkassen (IKK) am 21. Juli 1993 mit.

Stx160-161.1993.6.1 (1 Seite)

Mammographie

Brustkrebsrate verdoppelt. Die Zahl der Todesfälle durch Brustkrebs hat sich seit 1968 in der Bundesrepublik verdoppelt. Wie Prof. Dieter Krebs im September 1992 in Berlin mitteilte, steigt die Zahl der Brustkrebstoten trotz der erweiterten Möglichkeiten bei der Früherkennung und der Behandlung. Kurzmeldung.

Stx144-145.1993.12.1 (1 Seite)

Röntgen- und nuklearmedizinische Diagnostik

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Röntgendiagnostik

BfS senkte die diagnostischen Referenzwerte, Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die diagnostischen Referenzwerte für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen um bis zu 50 Prozent und im Mittel um 20 Prozent gesenkt und neue Referenzwerte für Untersuchungen eingeführt, die bisher nicht berücksichtigt wurden.

STX712-713.2016.7.1 (1 Seite)

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Strahlentherapien

Strahlenfolgen / Medizinische Strahlenbelastung: Geringe Streustrahlung auf die Hoden bei Strahlentherapien kann dauerhafte Schäden verursachen. Die Spermatogenese in den Hoden des Mannes ist extrem strahlenempfindlich. Sogar geringe Streudosen bei Strahlentherapien können Risiken für die Fortpflanzung und Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Das erklären Angelika Grewenig, Nadine Schuler und Claudia E. Rübe in einer Anfang August 2015 im International Journal of Radiation Obcology veröffentlichten Arbeit. Claudia E. Rübe leitet das Labor für Molekulare Radioonkologie der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Stx688-691.2015.20.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Strahlenschutz: Neue Richtlinie zur Qualitätssicherung bei Röntgeneinrichtungen. Die Richtlinie zur Durchführung der Qualitätssicherung bei Röntgeneinrichtungen zur Untersuchung oder Behandlung von Menschen nach den Paragraphen 16 und 17 der Röntgenverordnung wurde vollständig überarbeitet und am 23. Juni 2014 in einer Neufassung veröffentlicht. Sie entspreche jetzt dem aktuellen Stand der Technik und präsentiere in systematischer Form die grundsätzlichen und gerätespezifischen Anforderungen an die physikalisch-technische Qualitätssicherung, teilt das Bundesministerium für Um-welt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit. Ziel dieser Richtlinie soll es sein, eine bundeseinheitliche Durchführung und Bewertung der Abnahme- und Konstanzprüfungen von diagnostischen und therapeutischen Röntgeneinrichtungen sicherzustellen.

Stx662-663.2014.12.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung: Die ungebremste Zunahme der Computertomographien (CT) sorgt für steigende medizinische Strahlenbelastungen. Unterrichtung der Bundesregierung über das Jahr 2012.

Über die Entwicklung der Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2012 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit jetzt Bundestag und Bundesrat unterrichtet (Bundestagsdruck-sache 18/708 vom 3. März 2014). Unter anderem geht aus der Unterrichtung hervor, daß die von den zuständigen Behörden festgelegten Höchstwerte für die Ableitung radioaktiver Stoffe aus kerntechnischen Anlagen in allen Fällen eingehalten worden seien, heißt es dazu in den Mitteilungen des Bundestages vom 18. März 2014. Die tatsächlichen jährlichen Ableitungen lägen im allgemeinen deutlich unter den Genehmigungswerten. Die mit deutlichem Abstand höchsten Freisetzungen radioaktiver Stoffe über Fortluft und Abwasser sind demnach bei den Atomkraftwerken Gundremmingen, Neckar und Emsland zu verzeichnen. Höhere Strahlenbelastungen für die Bevölkerung verursachen allerdings mit ihrer Fortluft die Forschungszentren, besonders die von Karlsruhe und Jülich. Im Vergleich zu Gundremmingen, dem AKW mit den höchsten Strahlenbelastungen in der Umgebung, sind diese beim Forschungszentrum Karlsruhe 2- bis 5-fach höher.

Insgesamt habe die berechnete Gesamtbelastung wie im Jahr zuvor 4,0 Millisievert (mSv) pro Person und Jahr betragen. Dabei habe die Medizinische Strahlenbelastung mit 1,8 mSv mittlere effektiver Dosis durch Röntgenuntersuchungen pro Person und Jahr den größten Einzelanteil. In dem Zeitraum von 1996 bis 2011 habe sich diese Dosis um 13 Prozent erhöht, vor allem infolge einer mehr als verdoppelten Zahl der Computertomographien pro Einwohner im selben Zeitraum um 130 Prozent.

Stx654-655.2014.10-12.3 (3 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Umweltradioaktivität: Die mittlere Strahlenbelastung der Bevölkerung durch Röntgenuntersuchungen hat stetig zugenommen. Die Bundesregierung unterrichtete über die Umweltradioaktivität und die Strahlenbelastung im Jahr 2011.

Der Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl im Jahr 1986 verursachte auch im Jahr 2011 noch einen, wenn auch geringen Beitrag zur sogenannten zivilisatorischen Strahlenbelastung. Das schreibt die Bundesregierung in einer Unterrichtung über Umweltradioaktivität und die Strahlenbelastung im Jahr 2011 (Bundestagsdrucksache 17/14395 vom 12. Juli 2013) Darin wird sowohl über die natürliche Strahlenbelastung, die zivilisatorische verändert sein kann, als auch über die zivilisatorische Strahlenbelastung durch kerntechnische Anlagen sowie durch Auswirkungen von Unfällen in Atomkraftanlagen berichtet.

Zusammenfassend hat dem Bericht zufolge die berechnete mittlere Gesamtbelastung von 3,9 Millisievert (mSv) pro Person und Jahr im Vorjahr auf 4 mSv pro Person und Jahr in 2011 zugenommen. Maßgeblichen Anteil daran hat die medizinische Strahlenbelastung, speziell durch Röntgenuntersuchungen, wodurch die mittlere effektive Dosis der Bevölkerung von 1996 bis 2010 um mehr als 0,2 mSv auf circa 1,8 mSv anstieg. Die Anzahl der besonders strahlenintensiven computertomographischen Untersuchungen von Patienten (CT-Untersuchungen) nahm dem Bericht zufolge in diesem Zeitraum um 130 Prozent zu, das heißt wurde von den Ärzten deutlich mehr als verdoppelt.

Stx640-641.2013.10-12.3 (3 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Das Krebsrisiko ist nach einer CT-Röntgenuntersuchung im Kinder- und Jugendalter deutlich erhöht. Eine neue Studie aus Australien zeigt: Das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, wird dadurch sogar mehr als verdoppelt. Das Krebsrisiko von 680.000 Australiern, die in ihrer Kindheit oder Jugend einer diagnostischen computertomographischen (CT) Röntgenuntersuchung ausgesetzt waren, haben Wissenschaftler der Universität von Melbourne und Kollegen berechnet und ihre Arbeit jetzt im British Medical Journal (BMJ) vorgestellt. Ihre Daten entnahmen sie einem 10,9 Millionen Menschen umfassenden australischen Medicare-Register, das CT-Untersuchungen finanzierte, sowie dem australischen nationalen Krebsregister. Die Studie enthält die Krebserkrankungen, die bis Ende 2007 diagnostiziert wurden. Insgesamt war die Krebshäufigkeit bei den Personen mit CT-Untersuchung um 24 Prozent höher als bei Personen ohne CT-Untersuchung im Kindes- und Jugendalter (relative Erkrankungshäufigkeit, (Inzidenz-rate) IRR = 1,24 (95% Konfidenzintervall (CI) = 1,20 bis 1,29), p <0,001). Für jede weitere CT-Untersuchung stieg die IRR um 0,16 (0,13 bis 0,19) an.

Stx634-635.2013.4-5.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Krebs nach diagnostischem Röntgen. Trotz anhaltender Besorgnis über steigende Strahlenbelastung durch röntgendiagnostische Spezialuntersuchungen gibt es nur wenige Erhebungen über konkrete Spätfolgen bei exponierten Erwachsenen. In Kanada jedoch untersuchten Mark J. Eisenberg und Mitarbeiter die Krebsrate bei circa 83.000 Patienten, die zwischen 1996 und 2006 einen akuten Herzinfarkt erlitten hatten. Pro 10 Millisievert (mSv) zusätzlicher Dosis ergab sich der kanadischen Untersuchung zufolge ein Anstieg an Krebserkrankungen um 3 Prozent gegenüber dem Erwartungswert, die meisten davon im Bauch- und Beckenbereich. Dieses signifikante Ergebnis ergab sich, obwohl die Autoren die Nachuntersuchungszeit auf 5 Jahre beschränkten (dem 2. bis 6. Jahr nach Exposition), ein Zeitraum also, in dem bei den japanischen Atombombenüberlebenden außer Leukämie praktisch noch keine Erhöhung der Krebsrate beobachtet worden war.

Stx616-617.2012.5-6.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

CT-Untersuchungen in der Kindheit erhöhen das Risiko für spätere Leukämieerkrankungen und Hirntumoren. Obwohl Computertomographie-Scans (CTs) klinisch heute vielfach als nützlich angesehen werden, erhöhen sie doch nachweislich das Krebsrisiko insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die strahlenempfindlicher sind als Erwachsene. Eine britische retrospektive Kohortenstudie, machte CT-Untersuchungen im Kindes- und jungen Erwachsenenalter eindeutig als Risikofaktoren für spätere Leukämien und Hirntumoren aus.

Stx612-613.2012.14.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Die Röntgenuntersuchungen sind beinahe vollständig für die Höhe der zivilisatorischen Strahlenbelastung verantwortlich. Strahlenbelastung in 2010 – Unterrichtung durch die Bundesregierung. Die mittlere effektive Dosis der zivilisatorischen Strahlenbelastung lag in Deutschland im Jahr 2010 bei 1,8 Millisievert (mSv) pro Einwohner und Jahr. Der Beitrag der Strahlenexposition durch Kernkraftwerke lag damit auch in diesem Jahr „deutlich unter 1 Prozent der gesamten zivilisatorischen Strahlenexposition“. Das erklärte die Bundesregierung in einer Unterrichtung an den Deutschen Bundestag (Bundestagsdrucksache 17/9522 vom 30.04.2012) über die Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2010. Die natürliche jährliche Strahlenbelastung betrug demnach in Deutschland durchschnittlich 2,1 Millisievert. Das Bundesumweltministerium legt dem Bundestag und dem Bundesrat seit 1986 jährlich einen Bericht über die Entwicklung der Radioaktivität in der Umwelt vor, der vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erstellt wird.

Stx610-611.2012.10.1 (1 Seite)

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nuklearmedizinische Diagnostik

„Aktivitätsrechner“ für nuklearmedizinische Untersuchungen. Das Bundesumweltministerium hat am 26. April 2012 in Bremen der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin einen sogenannten „Aktivitätsrechner“ übergeben. Mit diesem Computerprogramm, das im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesumweltministeriums (BMU) entwickelt wurde, soll künftig die für Patientenuntersuchungen in der Nuklearmedizin eingesetzte Menge an radioaktiven Stoffen in Kliniken oder Praxen besser berechnet werden. Damit soll dem derzeitigen Versorgungsengpass für Radionuklide in der Nuklearmedizin entgegengewirkt werden, heisst in einer Mitteilung des BMU. Ausserdem werde der Einsatz von radioaktiven Substanzen, die mit einer höheren Strahlendosis für Patientinnen und Patienten und dem medizinischen Personal verbunden sind, eingeschränkt.

Stx608-609.2012.9-10.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke: Die Verstrahlung der Menschheit schreitet voran. Die Röntgen-Computertomographie (CT) muß zur Ausnahme werden, denn sonst schreitet auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke die Verstrahlung der Menschheit voran. Einem neuen Buch aus dem Springer-Verlag zufolge gibt es zur Zeit bereits über 5.000 PET/CT-Scanner. Das sind Systeme, die gleichzeitig eine (Röntgen-) Computertomographie (CT) und eine Positronenemissionstomographie (PET) vom ganzen Menschen anfertigen können. Letzteres ist eine nuklearmedizinische dreidimensionale Methode, bei der Positronenstrahler – meistens Fluor-18 mit einer Halbwertszeit von 1,8 Stunden – eingesetzt werden. Für eine einzige Ganzkörperuntersuchung klettert dabei die effektive Dosis von 10 Millisievert (mSv) für eine alleinige CT auf 25 mSv. Die Organdosen sind entsprechend: Knochenmark 29 mSv, Lunge 27 mSv, Eierstöcke 33 mSv, Darm 36 mSv, Magen 29 mSv. Zum Vergleich: Der Grenzwert für die Bevölkerung bei einem Atomkraftwerk beträgt 0,3 mSv (effektiv) pro Jahr, für beruflich Strahlenexponierte 20 mSv pro Jahr. Auch andere „Hybridsysteme“ sind im Kommen, nämlich SPECT /CT, bei dem normale gammastrahlende Nuklide verwendet werden, und CT/ MRT, bei dem die Magnetresonanztomographie (MRT) zwar keine ionisierende Strahlung aussendet, womöglich aber die Hochfrequenzstrahlung einen synergistischen Effekt mit der Röntgenstrahlung des CTs erzeugt. Gerechtfertigt wird die hohe Dosis mit einer strengen Indikation, da sie nur bei Patienten eingesetzt werden soll, die schon Krebs haben. Da dient die Methode zur präzisen Darstellung des zu therapierenden Tumors und zur laufenden Metastasen-Nachkontrolle. In der Medizin gibt es aber bekanntlich keine Dosisgrenzwerte für Patienten. Die Hybridsysteme werden außerdem, wie bereits seit längerer Zeit die „Darmspiegelung“ per CT, für Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen angeboten. Die Ärzte sagen gern, sie seien für die weitgehende Vermeidung solcher Expositionen, aber viele Patienten würden diese Diagnoseverfahren verlangen und die Ärzte regresspflichtig machen, wenn sie nicht alle Möglichkeiten ausschöpften. Bericht von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx580-581.2011.8-13.6 (6 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten Prostatakarzinome den Lungenkrebs in Deutschland als häufigste Krebserkrankung bei Männern ab. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate hat zwischen 1980 und 2004 um etwa 150 Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die Sterblichkeit (Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht jedoch im Vergleich zu anderen Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs der Mortalität führt man den enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate weitgehend auf den üblich gewordenen PSA-Test zurück, durch den noch latente Stadien früher oder überhaupt erkannt werden. Da jedoch auch in den Altersgruppen unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu verzeichnen ist und eine drastische Zunahme bereits vor den 1980er Jahren erfolgte, erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin vordringlich. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Die medizinische Strahlenbelastung steigt kontinuierlich und ungehemmt. Erwachsene sind in Deutschland rechnerisch einer natürlichen und zivilisatorisch veränderten Strahlenbelastung von 2,1 Millisievert pro Jahr (mSv/a) ausgesetzt, wovon 1,1 mSv auf die Inhalation von Radon und seinen Zerfallsprodukten entfallen. Das geht aus der im März 2010 veröffentlichten Unterrichtung der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag über die Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2008 hervor (Bundestagsdrucksache 17/ 770 vom 24.02.2010). Die zivilisatorische Strahlenbelastung beträgt zusätzlich knapp 2 mSv jährlich und wird praktisch allein von der Medizin verursacht. Von 1996 bis 2006, so die Bundesregierung, ist die mittlere effektive Dosis der Bevölkerung durch die Röntgendiagnostik kontinuierlich von 1,5 Millisievert (mSv) auf circa 1,8 mSv angestiegen. Der Anteil der Nuklearmedizin betrage zusätzlich 0,13 mSv pro Jahr. Zwar habe die Häufigkeit von Röntgenuntersuchungen in Deutschland von 1996 bis 2006 insgesamt um 12 Prozent abgenommen, jedoch sei die Anzahl der besonders strahlenintensiven Computertomographien innerhalb dieser 10 Jahre von den Ärzten praktisch verdoppelt worden und verursache deshalb jetzt allein deutlich mehr als die Hälfte der medizinisch und zivilisatorisch bedingten kollektiven Dosis.

Stx558-559.2010.5-6.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Spätfolgen von CT-Untersuchungen werden unterschätzt. Seit 1993 hat sich in den USA die Anzahl computertomographischer (CT-) Untersuchungen auf 72 Millionen allein im Jahre 2007 verdreifacht. Die hemmungslose Zunahme von CT-Untersuchungen in den vergangenen Jahren kann deshalb künftig allein in den USA zu jährlich zehntausenden zusätzlichen Krebserkrankungen führen. Davor warnen Wissenschaftler der University of California in San Francisco, des National Cancer Institute in Bethesda (Maryland), der Johns Hopkins University in Baltimore (Maryland), der University of Washington (Seattle) sowie der Kyung Hee University der Republik Korea jetzt in zwei im Dezember 2009 veröffentlichten Studien. (Rebecca Smith-Bindman et al. 2009 und Amy Berrington de Gonzàlez et al. 2009)

Stx552-553.2010.1-2.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Meningeome und andere Tumore im Hals-Kopfbereich, Leukämie, Katarakte: Neue Abschätzungen der Folgen der grassierenden CT-Diagnostik in Deutschland. Der Anstieg der diagnostischen Strahlenexposition durch die zunehmende Anzahl von Computertomographien (CT) hat zu einer Reihe gesundheitspolitischer Maßnahmen geführt, unter anderem den Empfehlungen der Strahlenschutzkommission von 2006 zum äußerst restriktiven CT-Einsatz bei Kindern. Diese Bemühungen erscheinen jedoch relativ wirkungslos und selbstamputiert, da ihre Risikoangaben zu vergleichsweise harmlosen Schadenszahlen führen (1 bis 2 Krebstote pro 10.000 Untersuchungen). Der Grund ist die Verwendung des Konzeptes der „effektiven“ Dosis nach ICRP (Internationale Strahlenschutzkommission), die auf einer Mittelung über alle Bevölkerungsgruppen beruht, und die ausschließliche Berufung auf den Krebstod als Schadensmaß. Schon gar nicht werden diese Expositionen mit dem zu beobachtenden Anstieg von Krebserkrankungen in der Bevölkerung in Zusammenhang gebracht, der durchaus nicht nur auf Alterskrebs zurückgeht, sondern auch die jüngeren Altersgruppen betrifft. In einer jetzt in der Zeitschrift „Gesundheitswesen“ erschienenen Arbeit von Schmitz-Feuerhake, Sebastian und Christine Pflugbeil wird auf die Organdosen zurückgegangen und Originalbefunde für Spätschäden nach Bestrahlungen im Kindes- und Erwachsenenalter. Abgeschätzt wird die Morbidität nicht nur für bösartige, sondern auch für strahleninduzierte gutartige (benigne) Tumore, die bei der ICRP nicht betrachtet werden. Denn auch gutartige Tumore, insbesondere im Kopf, sind alles andere als harmlos und gerade auch ein Anstieg von benignen Hirntumoren – insbesondere Meningeomen – ist in verschiedenen Industrienationen seit dem Beginn der CT-Anwendungen zu verzeichnen.

Stx544-545.2009.1-2.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Erhöhtes Krebsrisiko nach Messung der Herzgefäßverkalkung. Messungen der Verkalkung von Herzgefäßen mit dem Computertomographen (CT) haben ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko zur Folge. Das zeigen Untersuchungen koreanischer und amerikanischer Wissenschaftler. (K.P. Kim, A.J. Einstein et al., 2009)

Stx542-543.2009.6.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Erhöhtes Risiko für Prostatakrebs nach Röntgenuntersuchungen. Belastungen mit ionisierender Strahlung sind ein Risikofaktor für viele Krebsarten. Englische Wissenschaftler unter der Federführung von Kenneth Muir von der Abteilung für Epidemiology and Public Health der University of Nottingham Medical School, veröffentlichten jetzt im British Journal of Cancer die Ergebnisse ihrer Untersuchung über das Risiko, nach Röntgenuntersuchungen an Prostatakrebs zu erkranken. Dabei ergaben sich für Röntgenuntersuchungen des Darms und für das Röntgen der Hüfte signifikant vermehrte, mehr als doppelt so viele Prostatakrebsfälle. Für Patienten aus Familien mit gehäuft auftretenden Krebserkrankungen und Röntgenuntersuchungen der Hüfte zehn oder zwanzig Jahre zuvor, ist das Risiko deutlich noch weiter erhöht.

Stx518-519.2008.2.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Den Röntgenpass wenigstens für Kinder sicherstellen. Die Vorschriften der Röntgenverordnung von 2002 werden immer noch nicht ausreichend umgesetzt. Weil Röntgenuntersuchungen auch mit Strahlengefährdungen verbunden sind, ist die Aufklärung der Patientinnen und Patienten darüber sowie eine Aufzeichnung in der seit 1987 geltenden Röntgenverordnung zur Pflicht erklärt worden. Und damit die Information der behandelnden Ärztinnen und Ärzte über erfolgte Untersuchungen und Strahlenbelastungen nicht vom Erinnerungsvermögen der Patienten abhängig ist, erhielt Paragraph 28 der Röntgenverordnung im Jahre 2002 unter anderem den folgenden Zusatz: „(2) ... Bei Röntgenuntersuchungen sind Röntgenpässe bereitzuhalten und der untersuchten Person anzubieten. ...“ Tatsächlich wird nach weiteren sechs Jahren die Röntgenverordnung in diesem Punkt heute häufig immer noch nicht umgesetzt, stellt dazu jetzt die Fraktion der Grün-Alternativen Liste (GAL) in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin fest. Die Ausgabe von Röntgenpässen werde von den Ärzten oft nicht angeboten und weil viele Patientinnen und Patienten ihrerseits keine Kenntnis von der Verordnung haben, auch nicht nachgefragt. Deshalb stellte die GAL-Fraktion in Berlin-Spandau nun im Juli 2008 den Antrag, das Bezirksamt möge sich gemeinsam mit den anderen Berliner Bezirken und dem Senat von Berlin dafür einsetzen, daß im Rahmen der gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung die Veröffentlichung von Inhalt und Zielstellung der Röntgenverordnung in die regelmäßige Information des öffentlichen Gesundheitsdienstes aufgenommen und Röntgenpässe zur Ausgabe bereitgehalten werden. In Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Berlin, den Kliniken und Hebammen solle zudem sichergestellt werden, daß für jedes neugeborene Kind ein Impfpass und ein Röntgenpass ausgestellt und den Eltern mit einem Merkblatt ausgehändigt wird. Und schließlich solle in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Berlin, den niedergelassenen Kinderärzten und Kliniken auch sichergestellt werden, daß im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen und der Einschulungsuntersuchung für jedes untersuchte Kind, das keinen Röntgenpass hat, ein Röntgenpass ausgestellt und gemeinsam mit einem Merkblatt den Eltern übergeben wird.

Stx518-519.2008.1-2.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Röntgenrisiko. Neues vom Fachverband für Strahlenschutz. Fast 50 Jahre hat es gedauert, bis die Ende der 1950er Jahre von Alice Stewart gewonnene Erkenntnis, dass diagnostisches Röntgen von Schwangeren zu Krebserkrankungen der Kinder führt, von der Fachwelt übernommen wurde. Die von Alice Stewart festgestellte Dosis, die zu einer Verdopplung der Krebsrate führt, lag bei nur 5 Millisievert (mSv). An diesen skandalösen Vorgang erinnert Inge Schmitz-Feuerhake in der jüngsten Ausgabe des Journals des Fachverbandes für Strahlenschutz. Schmitz-Feuerhake greift dabei den einflussreichen Sievert-Preisträger Streffer an, der noch 2003 in Zusammenhang mit der Publikation ICRP 90 der Internationalen Strahlenschutzkommission, in der es um das Risiko bei vorgeburtlicher Exposition geht, einen Schwellenwert von 100 mSv (!) einführt, obwohl der Röntgeneffekt vorsichtshalber angenommen werden soll. Schmitz-Feuerhake gibt dazu eine Liste von Befunden aus der Zeit nach 1970 (also nicht aus den „wilden Jahren“ des Röntgens) zu Krebserkrankungen infolge postnatalen diagnostischen Röntgens an.

Stx508-509.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Die Notwendigkeit einer öffentlichen Debatte über CT-Diagnostik bei Kindern – Wider die politischen Tabus im Strahlenschutz – Von Lynn Howard Ehrle, Rosalie Bertell und Inge Schmitz-Feuerhake. Die Computertomographie (CT) ist eine Röntgenuntersuchung mit vergleichsweise hoher Strahlenbelastung. Dieser Artikel befasst sich mit Strahlenfolgen in Hinblick auf CT-Anwendungen bei Kindern. Er beruft sich auf etliche frühere Studien, die in der Strahlenforschung nur selten berücksichtigt werden und gibt eine Abschätzung über die Krebstodesfälle, die aufgrund von 6,5 Millionen pädiatrischer CT-Untersuchungen in den USA zu erwarten sind. Danach erleiden 1,8 Prozent der untersuchten Kinder im späteren Lebensverlauf einen strahlenbedingten Krebstod. Die Autoren setzen bei einem wichtigen gesundheitspolitischen Dokument an, das vom Nationalen Krebsinstitut (National Cancer Institute der USA) gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie in den USA veröffentlicht wurde – insbesondere bei ihrer Schlussfolgerung, dass die Dosis bei der Computertomographie ein „Problem der öffentlichen Gesundheitspflege“ darstellt. Die Autoren fordern Diskussionen zwischen den Standesorganisationen der Radiologie und gemeinnützigen Gesundheitsorganisationen mit dem Ziel, die CT-Anwendungen wesentlich zu reduzieren.

Stx500-501.2007.1-6.6 (6 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Die Strahlenbelastung helfender Personen beim Zahnröntgen. Die Strahlenbelastung helfender Personen in der Zahnmedizin haben Dr. O. Hupe von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und Kollegen in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover genauer untersucht. Die Anwesenheit helfender Personen ist unter Umständen während zahnmedizinischer Röntgenuntersuchungen erforderlich, etwa zur Beruhigung bei der Untersuchung von kleinen Kindern, bei behinderten oder dementen Patienten.

Stx498-499.2007.5.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

BMU und BfS gemeinsam gegen Computertomographie. Bundesumweltminister Gabriel und BfS-Präsident König: Unnötige Röntgenuntersuchungen müssen vermieden werden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, haben sich dafür ausgesprochen, die Strahlenbelastung der Bevölkerung weiter zu senken. Bei der Vorstellung des BfS-Jahresberichts 2006 am 12. Juli 2007 in Berlin sagte Gabriel: „In Deutschland wird zu viel geröntgt.“

Stx494-495.2007.8.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Chromosomenschäden nach CT-Untersuchung. Wissenschaftler befürchten künftig 58.000 zusätzliche tödliche Krebserkrankungen unter 6,5 Millionen kindlichen Patienten in den USA als Folge von CT-Untersuchungen im Jahr 2006. Die Warnungen von Strahlenschützern vor der ständig zunehmenden Zahl von Computertomographie(CT)-Untersuchungen vor allem bei Kindern und jungen Menschen, erhalten durch drei neue Studien weitere Unterstützung. Von G. Stephan vom Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für Strahlenschutz in Oberschleißheim und Kollegen erschien im Mai 2007 ein Untersuchungsbericht, der eine erhöhte Rate von Chromosomenaberrationen nach CT-Untersuchungen bei pädiatrischen Patienten nachweist. Bereits im Januar 2007 war zudem eine von Kai Rothkamm vom Department of Radiation Oncology & Biology der University of Oxford und Kolleginnen verfaßte Arbeit über DNA-Schäden in weißen Blutkörperchen (Leukozyten) nach Strahlenbelastungen durch CT erschienen, die als quantitative Biomarker für Niedrigdosisstrahlung dienen können. Schließlich erschien eine Arbeit von Rosalie Bertell, Lynn Ehrle und Inge Schmitz-Feuerhake, in der ausgehend vom Risiko der Anwendung der Computertomographie bei Kindern auch die Geschichte der Leugnung des Strahlenrisikos beschrieben wird.

Stx492-493.2007.3,4.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Unter Ärzten herrscht meist Unkenntnis über die Strahlenbelastung bei der Computertomographie. Studie der Ruhr-Universität Bochum. 72 Prozent der in einer Studie des Instituts für Radiologie der Ruhr-Universität befragten Klinikärzte (Nicht-Radiologen) unterschätzten die Strahlendosis der Computertomographie (CT) des Brustraumes (Thorax) im Vergleich zur konventionellen Röntgen-Thoraxaufnahme (C.M. Heyer et al. 2007). Die Effektivdosis der CT liegt tatsächlich 100- bis 1000-fach höher. Der unkritische Einsatz des Verfahrens ist die Folge.

Stx488-489.2007.6.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Unterrichtung 2005. Ihren Bericht „Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2005“ zur Berichterstattung an den Deutschen Bundestag und Bundesrat über die Entwicklung der Radioaktivität in der Umwelt hat die Bundesregierung Ende Oktober 2006 vorgelegt und im Internet veröffentlicht. Er kann unter der Adresse http://www.bmu.de/strahlenschutz/downloads/doc/38070.php heruntergeladen werden. Demnach nahm die Anzahl der Computertomographien von 2002 auf 2003 um weitere 3 Prozent zu und die mittlere effektive Dosis der Bevölkerung durch Röntgen stieg bei 1,7 Untersuchungen pro Einwohner und Jahr auf 1,7 Millisievert.

Stx478-479.2006.8.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Strahlenfolgen: Neue Auswertung der Thorotrast-Studie zeigt ein noch höheres Sterberisiko durch Thorium-232 als bisher angenommen. Das Referat Reaktorsicherheit im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat jetzt eine weitere Auswertung im Rahmen der sogenannten Deutschen Thorotraststudie veröffentlicht, die von Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (N. Becker et al. 2006) durchgeführt wurde und die Nachbeobachtung der Studienteilnehmer bis zum 30. Juni 2004 fortführt. Außerdem wurden die Todesursachen erstmals mit denen in der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach ist die Sterblichkeit (Mortalität) sowohl in der Thorotrast-exponierten Gruppe als auch in der internen Vergleichsgruppe signifikant erhöht. Von der Erhöhung sind demnach in beiden Gruppen eine Vielzahl von Todesursachengruppen und Einzeltodesursachen betroffen, einschließlich der für die gegebene Strahlenexposition besonders relevanten Krebsarten (Krebs insgesamt, Leberkrebs). Die gefundene erhöhte Sterblichkeit ist den Autoren zufolge zwar konsistent mit den in früheren Auswertungen auf der Basis interner Vergleiche errechneten Risikoerhöhungen, doch liegen die jetzt vorliegenden Schätzungen zum Teil höher, wird erklärt.

Stx474-475.2006.2,3.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Durchblick ohne Strahlenbelastung. Ein „digitales Stethoskop“ kann Röntgen ersetzen. Seit Dezember 2005 steht an der Thoraxklinik in Heidelberg eine neue klinische Technologie in Erprobung, die im direkten Wortsinne das Bild der Medizin ändern könnte. Ein „Vibration Response Imaging“ genanntes Verfahren liefert sekundenschnell Lungenbilder, ganz ohne Strahlenbelastungen. Während die deutschen Lungenspezialisten jetzt das Verfahren in der Praxis testen, arbeiten die Erfinder bei Deep Breeze in Israel an weiteren Einsatzmöglichkeiten: Vibration Response Imaging für das Herz und eine Anwendung zur Früherkennung von Brustkrebs.

Stx458-459.2006.7,8.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Kritik an Computertomographie. Bei "Vorsorge"-Untersuchungen mit dem Computertomographen (CT) ist das Strahlenrisiko nicht vernachlässigbar. Darauf weisen Radiologen David J. Brenner und Carl D. Elliston von der Columbia University in New York/USA hin, nachdem sie die Strahlendosen berechnet hatten.

Stx426-427.2004.7,8.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

BfS-Jahresbericht 2003: Diagnostische Referenzwerte zur Verbesserung des medizinischen Strahlenschutzes. Ein besserer medizinischer Strahlenschutz ist ein Schwerpunkt des kürzlich veröffentlichten Jahresberichtes 2003 des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Als besondere Leistung hebt das BfS dabei die Erstellung und Veröffentlichung sogenannter diagnostischer Referenzwerte (DRW) für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin hervor. Mittelfristig sollen diese zu einer Senkung der Strahlenbelastung der Bürgerinnen und Bürger durch medizinische Anwendung ionisierender Strahlung führen, schreibt BfS-Präsident Wolfram König.

Stx422-423.2004.4.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen. Eine auf das Dreifache erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen, die vor 1940 als Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen hatten, stellten Wissenschaftler der amerikanischen Food and Drug Administration und des National Cancer Institut in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H. Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander, John D. Boice Jr., Michele Morin Doody, Genevieve M. Matanoski) für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die 1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.

Stx422-423.2004.3.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Brustkrebssterblichkeit nach diagnostischem Röntgen. Ergebnisse der U.S. Skoliose-Kohortenstudie. Eine Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer Wachstumsdeformität der Wirbelsäule (Skoliose) und Strahlenbelastungen infolge entsprechender diagnostischer Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa zweifach statistisch signifikant erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das berichteten Wissenschaftler des National Cancer Institute in Bethesda/USA bereits im August 2000 in der internationalen Orthopädie-Zeitschrift Spine (Michele Morin Doody, John E. Lonstein, Marylin Stovall, David G. Hacker, Nickolas Luckyanov, Charles E. Land).

Stx422-423.2004.2,3.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Strahlenschutz-Bericht 2003: Die medizinische Strahlenbelastung ist in Deutschland weiter angestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will die medizinische Strahlenbelastung in Deutschland senken. Ein besserer medizinischer Strahlenschutz ist einer der thematischen Schwerpunkte im BfS-Jahresbericht 2003. BfS-Präsident Wolfram König betonte, daß die medizinisch verursachte Strahlenbelastung der deutschen Bevölkerung international weiterhin auf hohem Niveau liege. Im Vergleich zum Jahr 1996 sei die durchschnittliche Strahlenbelastung um etwa 0,2 Millisievert (mSv) auf 1,8 mSv pro Einwohner gestiegen. Dieser Anstieg wird auf die vermehrte und offenbar vermehrt unkritische Anwendung der dosisintensiven Computertomographie (CT) zurückgeführt.

Stx420-421.2004.2,3.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Mehr untergewichtige Neugeborene nach dem Zahnröntgen der Mutter. Eine geringe Strahlenbelastung der Schilddrüse der Mutter reicht offenbar aus, um ihr ungeborenes Kind zu schädigen. Bereits das Röntgen von Zähnen führt bei schwangeren Frauen zu einem erhöhten Risiko, untergewichtige Kinder zu gebären. Dabei führt eine Strahlenbelastungen ab 0,4 Milligray (mGy) zu einem insgesamt mehr als doppelt so hohen Risiko für Untergewichtigkeit bei Neugeborenen und zu einem mehr als dreieinhalbfach höheren Risiko für Untergewichtigkeit bei termingerecht, ab der 37. Schwangerschaftswoche Geborenen. Das ist Ergebnis einer Fall-Kontroll-Studie der amerikanischen Wissenschaftler Dr. Philippe P. Hujoel und Kollegen an der University of Washington, die im April 2004 in dem sehr konservativen Journal der American Medical Association (JAMA) veröffentlicht worden ist.

Stx420-421.2004.1,2.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Keine Aussicht auf Verringerung der überhöhten Strahlendosen für Patienten in Deutschland. Deutsche Röntgengesellschaft: "Wir sind es nicht, die Teilgebietsradiologen sind schuld." Deutsche Ärztinnen und Ärzte verabreichen ihren Patienten seit Jahren die mit weltweitem Abstand höchsten Strahlendosen. Ein Leitgedanke der Deutschen Röntgenkongresse der letzten Jahre, so auch des jüngsten, der vom 19. bis 22. Mai 2004 in Wiesbaden stattgefunden hat, ist denn auch die Verringerung der Strahlendosen. Professor Dr. med. Bernd Hamm, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft und Direktor des Instituts für Radiologie am Berliner Universitätsklinikum Charité, ist wie seine Vorgänger im Präsidentenamt davon überzeugt, daß diese Mißstände maßgeblich den sogenannten Teilgebietsradiologen anzulasten sind.

Stx418-419.2004.5,6.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Erhöhtes Krebsrisiko durch Röntgendiagnostik. Neue britische vergleichende Studie über 15 Länder. Zu diagnostischen Zwecken eingesetzte Röntgenstrahlung hat den größten Anteil an der gesamten zivilisatorischen Strahlenbelastung der Bevölkerung weltweit. Zwar erscheine das individuelle Risiko des Einzelnen klein, weil eine einzelne Röntgenaufnahme nur jeweils eine verhältnismäßig geringe Strahlenbelastung verursache – üblicherweise weniger als 10 Milligray (mGy) –, aber wegen der großen Zahl der Betroffenen habe das trotzdem eine erhebliche Zahl dadurch an Krebs Erkrankter zur Folge. Das schreiben Amy Berrington de González und Sarah Darby von der Universität Oxford in England in der Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift The Lancet vom 31. Januar 2004 und stellen ihre neue Studie über das Krebsrisiko durch Röntgendiagnostik in 15 Industriestaaten vor. Für Japan und Deutschland finden sie die höchsten Werte. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx412-413.2004.4,5.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Neue "ärztliche und zahnärztliche Stellen" nach der Strahlenschutzverordnung. Richtlinie zur Qualitätssicherung bei medizinischen Anwendungen radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung tritt am 1. März 2004 in Kraft. Für den Bereich der Röntgenverordnung waren sogenannte ärztliche Stellen bereits im Jahre 1995 eingeführt worden. Weil diese sich nach Auffassung des zuständigen Bundesumweltministeriums bewährten, werden jetzt auch für den Bereich der Strahlenschutzverordnung ärztliche und zahnärztliche Stellen eingerichtet. Die Richtlinie Ärztliche und zahnärztliche Stellen wurde deshalb erarbeitet, um für die zuständigen Landesbehörden eine Grundlage für Qualitätssicherungsmaßnahmen bei der Anwendung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung am Menschen zu schaffen. Die Richtlinie tritt am 1. März 2004 in Kraft.

Stx410-411.2004.4.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Die Computertomographie des Kopfes bei Kindern beeinträchtigt die Entwicklung des Gehirns. Schwedische Mediziner fordern ein sorgfältigeres Abwägen von Risiken und Nutzen solcher Untersuchungen. Eine Belastung mit ionisierender Strahlung im Kindesalter beeinträchtigt die Hirnentwicklung. Bereits bei Strahlendosen, wie sie typischerweise mit der Computertomographie erreicht werden, lassen sich Schädigungen überzufällig häufig nachweisen. Deshalb sollten Nutzen und Risiken solcher Untersuchungen sorgfältiger gegeneinander abgewogen werden als bisher. Das forderten jetzt schwedische Mediziner von den Ärzten. Anlaß ist das Ergebnis der Studie einer Forschergruppe um Per Hall von der Abteilung für Medizinische Epidemiologie und Biostatistik des renommierten Karolinska-Instituts in Stockholm, die Anfang Januar 2004 im British Medical Journal veröffentlicht worden ist. Demnach ist die Anwendung ionisierender Strahlung bei Kindern dosisabhängig und signifikant häufig mit einer verminderten Hirnleistung im Erwachsenenalter verbunden.

Stx410-411.2004.1,2.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Diagnostische Referenzwerte im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger werden mit sofortiger Wirkung sogenannte diagnostische Referenzwerte (DRW) für röntgendiagnostische und nuklearmedizinische Untersuchungen eingeführt. Das teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am 5. August 2003 mit. Sie sollen der Qualitätssicherung bei der Untersuchung von Menschen dienen und geben für weitverbreitete Röntgenuntersuchungen Dosiswerte an, die unter normalen Bedingungen von den Ärzten nicht überschritten werden sollen.

Stx400-401.2003.6.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Die Strahlenbelastung der Patienten ist in Deutschland am höchsten. Deutsche Ärzte können vom Röntgen nicht lassen. Die Zahl der Röntgenaufnahmen nimmt ständig weiter zu. Warnung vor weiterem Anstieg der Strahlendosis durch neue Technik. Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums und des Bundesamtes für Strahlenschutz in Neuherberg berichten über den aktuellen Stand der Strahlenbelastung von Patienten in Deutschland. "20.000 Krebstote jährlich in der Bundesrepublik durch Röntgen." Das rechnete die Gesellschaft für Strahlenschutz im Jahre 1990 aus der Häufigkeit von Röntgenuntersuchungen und der mittleren Strahlenbelastung in der medizinischen Praxis öffentlich vor. Danach begann das Bundesamt für Strahlenschutz im Jahre 1991 regelmäßig die Häufigkeit von Röntgen- und nuklearmedizinischen Untersuchungen und die mit diesen Diagnoseverfahren verbundenen Strahlenbelastungen zu erheben. Jetzt berichteten damit befaßte Wissenschaftler vom Institut für Strahlenschutz im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg sowie vom ebenfalls dort ansässigen Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für Strahlenschutz in der Zeitschrift für Medizinische Physik (Band 13 Heft 2, Urban & Fischer Verlag 2003) über den aktuellen Stand der Strahlenbelastung von Patienten in Deutschland. Sie bestätigen für das Erhebungsjahr 1997 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor): Einschließlich zahnmedizinischer Untersuchungen verzeichneten die Kostenträger wie die kassenärztlichen und kassenzahnärztlichen Bundesvereinigungen sowie der Verband der privaten Krankenversicherungen insgesamt rund 136 Millionen Röntgenuntersuchungen pro Jahr in Deutschland und zwischen 1994 und 1997 eine Steigerung von etwa 1 Prozent pro Jahr. Mit einem Kommentar von Thomas Dersee (Seit 1990: Untersuchungen zur Strahlenbelastung in der Medizin).

Stx400-401.2003.1-5.5 (5 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Das Sittenser Leukämie-Cluster. Ursachenaufklärung ohne Konsequenzen. Daß diagnostisches Röntgen auch Krebs erzeugt, paßt nicht in das Denkbäude des offiziellen Strahlenschutzes. Deshalb werden aus dem Leukämie-Cluster in Sittensen (Niedersachsen) keine Konsequenzen gezogen.

Stx370-371.2002.6.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Neues Verfahren reduziert die Strahlenbelastung beim Röntgen. Wissenschaftler vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellten auf der Jahrestagung der Vereinigung Deutscher Strahlenschutzärzte im Mai 2001 eine Methode vor, mit der die Strahlendosis bei Röntgenuntersuchungen um bis zu 85 Prozent reduziert werden kann. Hochempfindliche Speichermedien, die das von den Strahlen erzeugte Röntgenbild aufzeichnen, würden dies möglich machen. Beim neuen System würden Speicherfolien mit Röntgenstrahlen belichtet und dann digital gelesen. Das Bild erscheine dann auf einem Monitor und könne auf einen Laserfilm ausgedruckt werden. Untersuchungen an Phantomen und anatomischen Präparaten hätten gezeigt, daß mit dieser Technik zum Beispiel bei Aufnahmen des Schädels 56 Prozent, der Hand 52 Prozent, des Beckens 50 bis 78 Prozent und bei Stellungskontrollen nach Knochenbrüchen 15 bis 23 Prozent der bisher verwendeten Strahlendosis ausreichen.

Stx352-353.2001.7.1 (1 Seite)

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Röntgendiagnostik

Strahlenbelastung beim Zahnröntgen: Höhere Strahlendosen durch Metallkronen im Mund. Belastungen wie bei der Tumor-Bestrahlung ermittelt. Trifft Röntgenstrahlung, wie sie in der zahnärztlichen Diagnostik mit Spannungen zwischen 60 und 125 Kilovolt erzeugt wird, auf Metalle, dann werden Elektronen aus der Oberfläche dieser Metalle herausgeschleudert. Diese verursachen eine zusätzliche (Beta-)Strahlenbelastung für das umliegende Gewebe. Darauf weisen der Zahnmediziner Michael Gente von der Universitätszahnklinik in Marburg und der Physiker Andreas Sommer aus Ulm in einem Bericht in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift hin (Bd. 56, S. 181). Sie untersuchten, wie sich Metallegierungen in den Zähnen bei einer Röntgenaufnahme auf die Strahlenbelastung auswirken. Dabei stellte sich heraus, daß die Dosis durch Betastrahlung in unmittelbarer Nähe einer goldhaltigen Legierung rund das Hundertfache der Röntgenstrahlung erreicht.

Stx346-347.2001.7,8.2 (2 Seiten)

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Röntgendiagnostik

Die Strahlenbelastung der Bevölkerung ist gestiegen. Ursache ist die zunehmende Zahl der Röntgenaufnahmen. Die Strahlenbelastung der Bevölkerung in Deutschland durch medizinische Anwendungen radioaktiver Stoffe und Röntgenstrahlung konnte nicht verringert werden. Im Gegenteil: Die mittlere medizinische Strahlenbelastung der Bevölkerung stieg in den letzten Jahren von etwa 1,5 Millisievert auf circa 2 Millisievert pro Jahr und Person an. Sie liegt damit in Deutschland deutlich höher als in den meisten anderen europäischen Ländern. Das erklärt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seinem am 2. August 2000 gemeinsam von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und BfS-Präsident Wolfram König in Berlin präsentierten Jahresbericht 1999.

Stx328-329.2000.1,2.2 (2 Seiten)

Röntgendiagnostik

Deutschlands Ärzte röntgen von Jahr zu Jahr mehr. Die effektive Dosis der zivilisatorischen Strahlenbelastung wird im neusten Bericht der Bundesregierung über Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 1988 mit circa 1,6 Millisievert pro Person und Jahr angegeben. Den größten Anteil liefere die Strahlenbelastung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung in der Medizin, vor allem die Röntgendiagnostik, wird festgestellt.

Stx314-315.2000.5-7.3 (3 Seiten)

Röntgendiagnostik

Deutschlands Ärzte sind immer noch Weltmeister im Röntgen. Ein Bericht von der Jahrestagung 1999 der Deutschen Röntgengesellschaft.

Stx298-299.1999.1-3.3 (3 Seiten)

Röntgendiagnostik

Die digitale Röntgentechnik ermöglicht eine deutliche Senkung der Strahlenbelastung. Nach einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik e.V. (DGMP) bestehen Dosiseinsparmöglichkeiten bei digitalen Bildverstärker-Anlagen mit gepulster Durchleuchtung. Es wird darauf hingewiesen, daß "schon 5-7 Jahre alte Generatoren über eine einfache, generatorgesteuerte gepulste Durchleuchtung verfügen können". Nach Angaben der Hersteller seien Reduktionen von 80 bis 90 % in der Dosisleistung bei Anwendung der gepulsten Durchleuchtung zugesichert. Roland Wolff.

Stx290-291.1999.10-12.3 (3 Seiten)

Röntgendiagnostik

Referenzwerte für Röntgenuntersuchungen. Dosiswerte bei röntgendiagnostischen Untersuchungen an Patienten mit gleichen Körpermaßen können sich um bis zu zwei Größenordnungen unterscheiden. Diese "Erfahrung" habe es in den letzten zwei Jahren auch gemacht, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz in einer Pressemitteilung vom 23. Oktober 1997 mit.

Stx260-261.1997.6.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Strahlenwirkungen: Leukämien nach medizinischer Strahlenanwendung. Eine Bestrahlung des Vaters vor der Befruchtung erhöht Untersuchungen von Xiao Ou Shu, Minnesota, zufolge das Leukämierisiko der Kinder. Ein signifikanter Zusammenhang wurde vor allem für die akute lymphatische Leukämie (ALL) im Kindesalter gefunden. Für die seltenere akute nichtlymphatische Leukämie (ANLL) und die akute myeloische Leukämie (AML) waren die Befunde weniger ausgeprägt. Eine pränatale Röntgendiagnostik führt zu einer Häufung von Leukämien und soliden Tumoren im Kindesalter, wobei die Verdoppelungsdosis für bestimmte Tumorarten nicht spezifisch ausgeprägt ist. Sie ist abhängig vom Alter der Schwangeren und erreicht im ersten Trimester Werte um 2 Millisievert. Das erklärte Prof. Dr. Horst Kuni, Marburg, auf einer Veranstaltung am 19. Juni 1997 an der Universität Kiel über Leukämie durch das Atomkraftwerk Krümmel, nach der Auswertung diverser Studien.

Stx258-259.1997.4.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Bremen: Jugendliche Flüchtlinge weiterhin zwangsweise geröntgt. Im Bremer Zentralkrankenhaus haben Ärzte auf Veranlassung der Polizei und der Staatsanwaltschaft in zahlreichen Fällen Röntgenbilder der linken Hand und des linken Kniegelenks von jugendlichen Flüchtlingen angefertigt, um daraufhin in der Regel den Schluß zu ziehen, die Betroffenen seien älter als bei ihrer Antragstellung angegeben.

Stx208-209.1995.12.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Die Zahl der Computertomographien hat sich innerhalb von 5 Jahren verdoppelt. Die Zahl der Röntgenuntersuchungen hat im Bereich der Kassenambulanz von 1988 bis 1992 insgesamt um 13,6 Prozent zugenommen. Am stärksten war der Anstieg bei der Computertomographie (CT) des Rumpfes mit einem Plus von 95 Prozent.

Stx204-205.1995.10,11.2 (2 Seiten)

Röntgendiagnostik

Die DDR war ebenfalls Weltmeister im Röntgen. Zähne werden häufiger geröntgt als bisher angenommen. In der DDR wurde noch häufiger geröntgt als in der Bundesrepublik. Einschließlich Zahnaufnahmen und Thoraxschirmbildern entfielen über 15 Jahre lang auf jeden Bürger der DDR durchschnittlich zwei Röntgenaufnahmen jährlich. In der Bundesrepublik waren es 1,52. Das berichtet Dr. W. Angerstein der Strahlenschutzkommission (SSK) im Oktober 1993 auf einer Klausurtagung in Rostock.

Stx204-205.1995.11,12.2 (2 Seiten)

Röntgendiagnostik

100 Jahre Röntgen: Bei Röntgenreihenuntersuchungen war der Schaden größer als der Nutzen. Röntgenreihenuntersuchungen zum Aufspüren von Tuberkuloseerkrankungen sind wegen der Belastung einer großen Zahl gesunder Menschen mit Röntgenstrahlen nicht weiter vertretbar. Zwischen 1972 und 1984 wurden in Hessen sechs Millionen Schirmbildaufnahmen gemacht und dadurch rund 900 zusätzliche tödliche Krebsfälle verursacht, davon etwa 70 Prozent Lungentumoren. Unbekannte, aktive Tuberkulosefälle wurden dabei im Durchschnitt jedoch lediglich 4,2 je 10.000 Röntgenuntersuchungen entdeckt. Tödlich verlaufen wären davon höchstens 10 Prozent, da die Tuberkulose mit Hilfe von Antibiotika zu 95 bis 100 Prozent heilbar ist. Damit stehen etwa 250 möglicherweise verhinderte tödliche Tuberkulosefälle 900 durch Röntgenstrahlen verursachten Krebstodesfällen gegenüber und der Schaden übersteigt den Nutzen um das 3,6-fache. Das berichteten Achim Breidenstein und Prof. Dr. Hans Pfeiff vom Fachbereich Technisches Gesundheitswesen der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Nuklearmediziner Prof. Dr.med. Horst Kuni vom Medizinischen Zentrum für Radiologie der Philipps-Universität Marburg auf dem Internationalen Kongreß "100 Jahre Röntgen: Medizinische Strahlenbelastung - Bewertung des Risikos", der vom 28. April bis 1. Mai 1995 in der Charité in Berlin stattfand.

Stx202-203.1995.10.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Im Hintergrund: Die Häufigkeit von Röntgenuntersuchungen nimmt weiter zu. Das erklärt die Bundesregierung in ihrem Ende 1994 dem Bundestag vorgelegten Bericht über die Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 1993.

Stx202-203.1995.11.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Internationaler Kongreß der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.: "Jedes Jahr stirbt die Bevölkerung einer Kleinstadt an den Spätfolgen von Röntgenuntersuchungen in Deutschland". Etwa 20.000 bis 40.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Krebserkrankungen, die durch die Strahlenbelastung in der Medizin und speziell durch Röntgenuntersuchungen verursacht worden sind. Das entspricht der Bevölkerungszahl einer Kleinstadt. Deutschland nimmt dabei eine Spitzenstellung ein. Das rechneten der Strahlenbiologe Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein vom Strahlenbiologischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die Medizinphysikerin Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake von der Universität Bremen den rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Internationalen Kongresses "100 Jahre Röntgen: Medizinische Strahlenbelastung - Bewertung des Risikos" vor. Der Kongreß fand vom 28. April bis 1. Mai 1995 im Universitätsklinikum Charité in Berlin statt und wurde gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin und der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. durchgeführt. Unabhängig davon, ob es jährlich 20.000 oder eher 40.000 medizinische Strahlenopfer sein mögen, erklären Köhnlein und Schmitz-Feuerhake, müssen wir uns bewußt machen, daß es trotz der diagnostischen Möglichkeiten, die Röntgenuntersuchungen bieten, doch ganz reale Opfer einer weitgehend ungehemmten Anwendungspraxis dieser Medizintechnik sind. Das Krebsrisiko werde durch medizinisch-diagnostische Strahlenbelastungen insgesamt um 10 bis 20 Prozent erhöht.

Stx200-201.1995.1-3.3 (3 Seiten)

Röntgendiagnostik

John W. Gofman: "Ionisierende Strahlung und insbesondere die medizinische Röntgenstrahlung ist für etwa drei Viertel des Brustkrebsproblems in den Vereinigten Staaten verantwortlich". Das erklärt John William Gofman, emeritierter Professor für Molekulare und Zellbiologie an der University of California School of Medicine in San Francisco, in seiner Studie, die er im April 1995 vorstellte.

Stx200-201.1995.3.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

100 Jahre Röntgen: Die verbreitetsten Dosisvorstellungen von Röntgenärzten sind falsch. Die beiden häufigsten Antworten von Röntgenärzten sind falsch, wenn ihre Patienten sie nach der Höhe von Strahlendosen fragen. Das ergibt eine über mehrere Jahre durchgeführte Befragung im universitären Bereich unter Frauen- und Röntgenärzten.

Stx200-201.1995.3.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Thorotrast-Follow up Studie: Spätschäden durch Röntgenkontrastmittel. Thorotrast war der Firmenname eines Röntgenkontrastmittels, das von 1930 bis 1950 vor allem zur Darstellung von Blutgefäßen angewandt wurde. Es bestand aus einer 24-prozentigen kolloidalen Lösung von Thoriumdioxid. Die Injektion des Thoriumdioxidpartikel in die Gefäße verursachte eine lebenslange Alpha-Bestrahlung der Speicherorgane wie Leber, Milz und Knochenmark. Darüber hinaus wurden die Lungen über das ausgeatmete Radon-220 belastet. Auch die sogenannten "Nicht-Speicherorgane" enthalten geringe Mengen von Thoriumdioxidpartikeln. Sie werden außerdem durch die im Blut kreisenden Zerfallsprodukte wie Radon-220 und Radon-224 einer geringen, jedoch permanenten Alpha-Strahlung ausgesetzt. So beschreibt Prof. Dr. van Kaick vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg in einem Zwischenbericht zur seit 1981 laufenden sogenannten Thorotrast-Follow up Studie den Wirkmechanismus des zu Diagnosezwecken eingesetzten Röntgenkontrastmittels, dem die damit untersuchten Patienten meist nach wenigen bis mehr als 20 Jahren zum Opfer fielen.

Stx196-197.1995.5.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Jeder zweite Arzt mit älterer Röntgenanlage verstößt gegen die Röntgenverordnung - obwohl das Regelwerk bereits seit fünf Jahren gültig ist. Das berichtete Claus Schwing im Dezember 1993 in der Ärzte-Zeitung als Ergebnis einer Stichprobenkontrolle an 1338 in Nordrhein-Westfalen betriebenen Röntgeneinrichtungen. Rund zwölf Prozent der Betreiber hätten Bußgelder bis zu 5000 Mark zahlen müssen.

Stx168-169.1994.11,12.2 (2 Seiten)

Röntgendiagnostik

Neue Bewertung des Strahlenrisikos: Ärzte erzeugen die meiste künstliche Strahlenbelastung. Mehr als 200 Millirem (2 Millisievert) effektive Äquivalentdosis erleidet jeder Bundesbürger jährlich durch die Anwendung von Strahlung in der Medizin. Jedenfalls im statistischen Mittel: Wer sich nicht röntgen läßt wird auch nicht strahlenbelastet, wer aber Röntgenuntersuchungen an sich durchführen läßt, bekommt dafür um so mehr ab. Diese 200 Millirem sind viermal mehr als frühere Schätzungen behaupteten und stellen fast die Hälfte der gesamten mittleren jährlichen Strahlenbelastung eines Bundesbürgers dar. Deshalb könnte in der Medizin auch am meisten Strahlenbelastung eingespart werden, sofern Arzt und Patient darauf achten. Das ist ein Ergebnis der 1. Internationalen Konferenz, die die Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. Februar bis 1. März 1992 in Kiel veranstaltete. Ein Bericht von Dr. Werner Neumann.

Stx126-127.1992.1-6.6 + Stx128-129.1992.3.1 (7 Seiten)

Röntgendiagnostik

Bundesamt für Strahlenschutz verteidigt Röntgendiagnostik trotz erhöhter Krebsgefährdung. In der Presse würden häufig Angaben einer neuen Strahlenschutzvereinigung zitiert, wonach vor den Gefahren der Röntgendiagnostik gewarnt werden müsse, beklagt das Bundesamt für Strahlenschutz in einer Pressemitteilung vom Januar 1991. Derartiges sei irreführend und unverantwortlich, meint die Behörde.

Stx104-105.1991.5.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Strahlengefährdung durch Ärzte: Bis zu 20.000 Krebstote jährlich durch Röntgenuntersuchungen in der Bundesrepublik. Durch die Anwendung von Strahlung in der Medizin werden insgesamt die größten künstlichen Strahlenbelastungen verursacht. Bis zu 20.000 Menschen können jedes Jahr in den alten Bundesländern an den Spätfolgen von Röntgenuntersuchungen sterben, schätzt die Gesellschaft für Strahlenschutz. Die Deutsche Röntgengesellschaft ist über solche Meldungen verschreckt. Was rechnerisch und theoretisch möglich sei, könne praktisch doch nicht immer nachvollzogen werden.

Stx96-97.1991.1-4.4 (4 Seiten)

Röntgendiagnostik

Medizintechnik: "Strahlenphysikalischer Kunstfehler" beim Zahnarzt. Strahlenschutzfilter für die Röntgendiagnostik aus Niob sind nicht besser als herkömmliche Filter aus Kupfer. Das erklärten 1990 Prof. Dr. Jakob Roth, Basel, und Dr. Hans-Dieter Nagel, Röntgen-Physiker bei Phillips.

Stx92-93.1990.5.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Röntgenschäden: "20.000 Krebstote jährlich in der Bundesrepublik durch Röntgen". Diese hohe Zahl ergebe sich aus der mittleren Strahlenbelastung in der medizinischen Praxis, erklärte Ende Mai 1990 der Münchner Arzt Dr.med. Edmund Lengfelder, Professor am Strahlenbiologischen Institut der Universität München. Lengfelder ist Präsident der im Mai 1990 gegründeten Gesellschaft für Strahlenschutz, die mit dieser Einschätzung ihre erste öffentliche Erklärung abgab.

Stx80-81.1990.10.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Buchmarkt: Die Strahlenbelastung beim Röntgen. Der Vergleich des Strahlenrisikos bei der Röntgenuntersuchung wurde meist vereinfacht geführt. Nur in einzelnen Zusammenstellungen wurde versucht, den verschiedenen Untersuchungen in der Röntgendiagnostik ein Risiko zuzuordnen, bemängelt der Hamburger Radiologe Prof. Dr. Hermann Vogel. Deshalb hat er die in der Literatur angegebenen Risikoberechnungen für die verschiedenen Röntgenuntersuchungen zusammengestellt und erstmals als Buch vorgelegt. Unter dem Titel "Strahlendosis und Strahlenrisiko in der bildgebendsen Diagnostik" ist es 1989 in der ecomed Verlagsgesellschaft mbH erschienen. Buchbesprechung. ISBN 3-609-64520-2, 352 S., DM 78,-.

Stx70-71.1989.8.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Praktischer Strahlenschutz: Richtige Röntgen-Aufnahmetechnik beim Zahnarzt verringert die Strahlenbelastung der Schilddrüse. Deutlich verringern läßt sich die Strahlenbelastung der Schilddrüse beim Röntgen des Gebisses, wenn die richtige Aufnahmetechnik angewendet wird. Die sogenannte parallele Aufnahmetechnik (Paralleltechnik) bei "weicher" Röntgenstrahlung verursacht die geringsten Belastungen. Sie verringert im Vergleich zur noch häufig angewandten sogenannten Halbwinkeltechnik die Strahlenbelastung der Schilddrüse um bis zu 79 Prozent. Es lohnt sich, beim Zahnarztbesuch darauf zu achten. Dies ist das Ergebnis einer von Wissenschaftlern an der Universität von Toronto in Kanada durchgeführten und 1989 veröffentlichten Studie.

Stx66-67.1989.1-3.3 (3 Seiten)

Röntgendiagnostik

Berlin-Marokko: Strahlende Entwicklungshilfe. Ein neuer Schirmbildbus, der nur noch etwa 5 Prozent der Strahlenbelastung seines Vorgängers verursacht, nahm 1988 seine Arbeit im Bezirk Wedding von Berlin seine Arbeit auf. Der alte Bus, der nach Angaben des Leiters der Weddinger Tuberkulosefürsorge- und Schirmbildstelle Dr.Wolfgang Schmidt bereits pro Aufnahme eine Belastung von 40 bis 60 Millirem verursacht, soll in Zukunft vom Roten Kreuz in Marokko eingesetzt werden.

Stx43.1988.6.1 (1 Seite)

Röntgendiagnostik

Berlin/München: Röntgenpass zur Dokumentation medizinischer Strahlenbelastung. Einen Röntgenpass zur Dokumentation der Strahlenbelastung durch Röntgen- und nuklearmedizinische Untersuchungen entwickelte im Jahre 1987 das Gesundheitsamt des Bezirks Wilmersdorf von Berlin unter Leitung des Gesundheitsstadtrates Johannes Spatz (Alternative Liste) in Zusammenarbeit mit dem R. König Verlag, München.

Stx12.1987.6.1 (1 Seite)

Röntgenstrahlung

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Röntgenstrahlung

Das Krebsrisiko ist nach einer CT-Röntgenuntersuchung im Kinder- und Jugendalter deutlich erhöht. Eine neue Studie aus Australien zeigt: Das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, wird dadurch sogar mehr als verdoppelt. Das Krebsrisiko von 680.000 Australiern, die in ihrer Kindheit oder Jugend einer diagnostischen computertomographischen (CT) Röntgenuntersuchung ausgesetzt waren, haben Wissenschaftler der Universität von Melbourne und Kollegen berechnet und ihre Arbeit jetzt im British Medical Journal (BMJ) vorgestellt. Ihre Daten entnahmen sie einem 10,9 Millionen Menschen umfassenden australischen Medicare-Register, das CT-Untersuchungen finanzierte, sowie dem australischen nationalen Krebsregister. Die Studie enthält die Krebserkrankungen, die bis Ende 2007 diagnostiziert wurden. Insgesamt war die Krebshäufigkeit bei den Personen mit CT-Untersuchung um 24 Prozent höher als bei Personen ohne CT-Untersuchung im Kindes- und Jugendalter (relative Erkrankungshäufigkeit, (Inzidenz-rate) IRR = 1,24 (95% Konfidenzintervall (CI) = 1,20 bis 1,29), p <0,001). Für jede weitere CT-Untersuchung stieg die IRR um 0,16 (0,13 bis 0,19) an.

Stx634-635.2013.4-5.2 (2 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke: Die Verstrahlung der Menschheit schreitet voran. Die Röntgen-Computertomographie (CT) muß zur Ausnahme werden, denn sonst schreitet auch ohne nuklearen Müll und Atomkraftwerke die Verstrahlung der Menschheit voran. Einem neuen Buch aus dem Springer-Verlag zufolge gibt es zur Zeit bereits über 5.000 PET/CT-Scanner. Das sind Systeme, die gleichzeitig eine (Röntgen-) Computertomographie (CT) und eine Positronenemissionstomographie (PET) vom ganzen Menschen anfertigen können. Letzteres ist eine nuklearmedizinische dreidimensionale Methode, bei der Positronenstrahler – meistens Fluor-18 mit einer Halbwertszeit von 1,8 Stunden – eingesetzt werden. Für eine einzige Ganzkörperuntersuchung klettert dabei die effektive Dosis von 10 Millisievert (mSv) für eine alleinige CT auf 25 mSv. Die Organdosen sind entsprechend: Knochenmark 29 mSv, Lunge 27 mSv, Eierstöcke 33 mSv, Darm 36 mSv, Magen 29 mSv. Zum Vergleich: Der Grenzwert für die Bevölkerung bei einem Atomkraftwerk beträgt 0,3 mSv (effektiv) pro Jahr, für beruflich Strahlenexponierte 20 mSv pro Jahr. Auch andere „Hybridsysteme“ sind im Kommen, nämlich SPECT /CT, bei dem normale gammastrahlende Nuklide verwendet werden, und CT/ MRT, bei dem die Magnetresonanztomographie (MRT) zwar keine ionisierende Strahlung aussendet, womöglich aber die Hochfrequenzstrahlung einen synergistischen Effekt mit der Röntgenstrahlung des CTs erzeugt. Gerechtfertigt wird die hohe Dosis mit einer strengen Indikation, da sie nur bei Patienten eingesetzt werden soll, die schon Krebs haben. Da dient die Methode zur präzisen Darstellung des zu therapierenden Tumors und zur laufenden Metastasen-Nachkontrolle. In der Medizin gibt es aber bekanntlich keine Dosisgrenzwerte für Patienten. Die Hybridsysteme werden außerdem, wie bereits seit längerer Zeit die „Darmspiegelung“ per CT, für Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen angeboten. Die Ärzte sagen gern, sie seien für die weitgehende Vermeidung solcher Expositionen, aber viele Patienten würden diese Diagnoseverfahren verlangen und die Ärzte regresspflichtig machen, wenn sie nicht alle Möglichkeiten ausschöpften. Bericht von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx580-581.2011.8-13.6 (6 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Keine Angst vor Röntgenstrahlen? – Habt Angst vor denen, die uns das weismachen wollen! - Von Inge Schmitz-Feuerhake und Sebastian Pflugbeil - Eine neuere Untersuchung aus Deutschland (Hammer, Seidenbusch, Schneider, Regulla, Zeeb, Spix, Blettner: Fortschr Röntgenstr 2010; 182:404-414) suggeriert, dass Spätfolgen durch diagnostisches Röntgen von Kindern nicht beobachtbar sind. Methodisch war sie aber nicht geeignet, aussagefähige Ergebnisse zu erzielen. Erstens wurde ein Untersuchungskollektiv mit viel zu kleiner Dosis ausgewählt und zweitens wurden Latenzzeiten nicht abgewartet. Die Interpretation der Autoren konterkariert die dringend notwendigen Bemühungen um eine Begrenzung der medizinischen Expositionen.

Stx572-573.2010.1-4.4 (4 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten Prostatakarzinome den Lungenkrebs in Deutschland als häufigste Krebserkrankung bei Männern ab. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate hat zwischen 1980 und 2004 um etwa 150 Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die Sterblichkeit (Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht jedoch im Vergleich zu anderen Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs der Mortalität führt man den enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate weitgehend auf den üblich gewordenen PSA-Test zurück, durch den noch latente Stadien früher oder überhaupt erkannt werden. Da jedoch auch in den Altersgruppen unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu verzeichnen ist und eine drastische Zunahme bereits vor den 1980er Jahren erfolgte, erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin vordringlich. Von Inge Schmitz-Feuerhake

Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Berufliche Strahlenexposition: PD Dr.med. Rainer Becher. 19. März 1934 – 23. Februar 2009. Mensch, Arzt, Strahlentherapeut, Niedrigdosisexperte – ein kritischer und unabhängiger Geist. Im Februar 2009 starb der Nuklearmediziner Priv.-Doz. Dr.med. Rainer Becher an chronisch lymphatischer Leukämie. Er wehrte sich gegen den Mythos, seine Erkrankung sei nicht strahleninduzierbar. Ein Nachruf von Prof. Dr.med. Wolfgang Hoffmann, Universität Greifswald.

Stx534-535.2009.4-6.3 (3 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Chromosomenschäden nach CT-Untersuchung. Wissenschaftler befürchten künftig 58.000 zusätzliche tödliche Krebserkrankungen unter 6,5 Millionen kindlichen Patienten in den USA als Folge von CT-Untersuchungen im Jahr 2006. Die Warnungen von Strahlenschützern vor der ständig zunehmenden Zahl von Computertomographie(CT)-Untersuchungen vor allem bei Kindern und jungen Menschen, erhalten durch drei neue Studien weitere Unterstützung. Von G. Stephan vom Institut für Strahlenhygiene des Bundesamtes für Strahlenschutz in Oberschleißheim und Kollegen erschien im Mai 2007 ein Untersuchungsbericht, der eine erhöhte Rate von Chromosomenaberrationen nach CT-Untersuchungen bei pädiatrischen Patienten nachweist. Bereits im Januar 2007 war zudem eine von Kai Rothkamm vom Department of Radiation Oncology & Biology der University of Oxford und Kolleginnen verfaßte Arbeit über DNA-Schäden in weißen Blutkörperchen (Leukozyten) nach Strahlenbelastungen durch CT erschienen, die als quantitative Biomarker für Niedrigdosisstrahlung dienen können. Schließlich erschien eine Arbeit von Rosalie Bertell, Lynn Ehrle und Inge Schmitz-Feuerhake, in der ausgehend vom Risiko der Anwendung der Computertomographie bei Kindern auch die Geschichte der Leugnung des Strahlenrisikos beschrieben wird.

Stx492-493.2007.3,4.2 (2 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Strahlenwirkungen: Zur Mammographie verwendete Röntgenstrahlen sind fünffach stärker krebserregend als bisher angenommen. Über die biologische Wirksamkeit der 29kVp-Röntgenstrahlung, die für Mammographie-Massenuntersuchungen (Screening) verwendet wird, herrscht derzeit ein heftiger Streit. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung wird entscheidende Auswirkungen auf die Berechnung des Ausmaßes der Strahlenrisiken durch Brustkrebs-Screening haben. G. J. Heyes und A. J. Mill von der Radiation Biophysics Group an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität von Birmingham in Großbritannien, stellten in der Zeitschrift Radiation Research eine "definitive Abschätzung" der biologischen Wirksamkeit von 29 kVp-Röntgenstrahlung vor, im Vergleich zur Strahlung, der die Atombombenüberlebenden ausgesetzt waren. Sie fanden eine rund 5-fach höhere biologische Wirksamkeit der 29 kVp-Röntgenstrahlung und fordern eine nochmalige Überprüfung des Nutzens von Mammographie-Untersuchungen.

Stx430-431.2004.6.1 (1 Seite)

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Röntgenstrahlung

Mehr untergewichtige Neugeborene nach dem Zahnröntgen der Mutter. Eine geringe Strahlenbelastung der Schilddrüse der Mutter reicht offenbar aus, um ihr ungeborenes Kind zu schädigen. Bereits das Röntgen von Zähnen führt bei schwangeren Frauen zu einem erhöhten Risiko, untergewichtige Kinder zu gebären. Dabei führt eine Strahlenbelastungen ab 0,4 Milligray (mGy) zu einem insgesamt mehr als doppelt so hohen Risiko für Untergewichtigkeit bei Neugeborenen und zu einem mehr als dreieinhalbfach höheren Risiko für Untergewichtigkeit bei termingerecht, ab der 37. Schwangerschaftswoche Geborenen. Das ist Ergebnis einer Fall-Kontroll-Studie der amerikanischen Wissenschaftler Dr. Philippe P. Hujoel und Kollegen an der University of Washington, die im April 2004 in dem sehr konservativen Journal der American Medical Association (JAMA) veröffentlicht worden ist.

Stx420-421.2004.1,2.2 (2 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Strahlenschutz: Die SSK will Erleichterungen für die Forschung. Die Strahlenschutzkommission (SSK) will Erleichterungen für die medizinische Forschung. Auf ihrer 190. Sitzung am 22./23. April 2004 hat sie eine Lockerung der Regeln zur Genehmigung der Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlen in der medizinischen Forschung empfohlen. Der Versicherungsschutz für strahlenbelastete Versuchspersonen soll von 30 auf 5 bis 10 Jahre verkürzt werden.

Stx418-419.2004.6,7.2 (2 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Niedrigdosisstrahlung / Strahlenwirkung: Schwache Röntgenstrahlung kann die Erbsubstanz nachhaltiger schädigen als angenommen. Das Reparatursystem versagt. Schwache Röntgenstrahlen können das Erbmolekül DNA nachhaltiger schädigen als bislang angenommen. Zwar greifen sie das Erbgut zunächst nicht so sehr an wie starke Strahlen, doch dafür können sich leicht beschädigte Zellen wesentlich schlechter regenerieren als stark beschädigte. Das folgt aus einer Studie von Biophysikern an der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg.

Stx392-393.2003.6,7.2

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+ Stx394-395.2003.7.1 (3 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Strahlenwirkungen: Chromosomale Schäden nach chronischer Belastung durch Niedrigdosisstrahlung. Beruflich Strahlenbelastete sind besonders gefährdet. Bei im Gesundheitswesen Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung sind gehäuft Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei Schwesterchromatiden der Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza Sakamoto-Hojo von der Universität São Paulo in Brasilien und Kollegen in der Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift Teratogenesis, Carcinogenesis and Mutagenesis (2001;21:431-439). Chromosomale Aberrationen sind mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die Autoren. So könne die zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund für zunehmende genetische Instabilität und entsprechende gesundheitliche Folgen bei Beschäftigten in der Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die Studie zeigt, daß Beschäftigte, die beruflich niedrig dosierter Gamma- und/ oder Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl von Chromosomenschäden aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die anhand der personendosimetrischen Überwachung ermittelten kumulierten absorbierten Dosen innerhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen geblieben sind, schlußfolgern die Autoren.

Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)

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Röntgenstrahlung

Strahlenbelastung beim Zahnröntgen: Höhere Strahlendosen durch Metallkronen im Mund. Belastungen wie bei der Tumor-Bestrahlung ermittelt. Trifft Röntgenstrahlung, wie sie in der zahnärztlichen Diagnostik mit Spannungen zwischen 60 und 125 Kilovolt erzeugt wird, auf Metalle, dann werden Elektronen aus der Oberfläche dieser Metalle herausgeschleudert. Diese verursachen eine zusätzliche (Beta-)Strahlenbelastung für das umliegende Gewebe. Darauf weisen der Zahnmediziner Michael Gente von der Universitätszahnklinik in Marburg und der Physiker Andreas Sommer aus Ulm in einem Bericht in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift hin (Bd. 56, S. 181). Sie untersuchten, wie sich Metallegierungen in den Zähnen bei einer Röntgenaufnahme auf die Strahlenbelastung auswirken. Dabei stellte sich heraus, daß die Dosis durch Betastrahlung in unmittelbarer Nähe einer goldhaltigen Legierung rund das Hundertfache der Röntgenstrahlung erreicht.

Stx346-347.2001.7,8.2 (2 Seiten)

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Röntgenstrahlung

Strahlenwirkungen: Mammographie-Röntgenstrahlen sind 3,4-fach stärker krebsauslösend als 200 kVp-Röntgenstrahlen und mindestens 7-fach stärker als Cobalt-60-Gammastrahlung. Die derzeit geltenden Strahlenrisiko-Abschätzungen für beruflich strahlenbelastete Personen und für die medizinische Diagnostik beruhen zum größten Teil auf den epidemiologischen Daten der Atombombenüberlebenden von Hiroshima und Nagasaki, die im wesentlichen mit Gammastrahlung exponiert worden waren. Die biologische Wirksamkeit dieser Gammastrahlen ist derjenigen von Cobalt-60-Gammastrahlung vergleichbar. Bei beruflicher Strahlenbelastung und in der medizinischen Diagnostik sind dagegen Röntgenstrahlen und Elektronen im sogenannten LET-Bereich bis etwa 10 keV/µm die hauptsächlichen Strahlenarten. Die Publikation 60 der Internationalen Strahlenschutzkommission und die deutsche Strahlenschutzverordnung (1990) gehen von der Annahme aus, daß alle Photonen- und Elektronenstrahlungen bis zu einem LET von 11 keV/&micro;m die gleiche biologische Wirksamkeit haben. Strahlenphysikalische und strahlenbiologische Daten widersprechen aber dieser Annahme. Das zeigten D. Frankenberg, K. Kelnhofer, F. Bär und M. Frankenberg-Schwager von der Abteilung Klinische Strahlenbiologie und Klinische Strahlenphysik am Zentrum Radiologie der Universität Göttingen auf der 32. Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz (FS-GAST) vom 2. bis 6. Oktober 2000 in Bad Kissingen anhand von Untersuchungen an einer menschlichen Hybridzelllinie (CGL1).

Stx332-333.2000.10,11.2 (2 Seiten)

Röntgenstrahlung

Die relative biologische Wirksamkeit der Röntgenstrahlung wird unterschätzt. Im Strahlenschutzkonzept wird davon ausgegangen, daß die relative biologische Wirksamkeit von Röntgen- und Gammastrahlung gleichgesetzt werden kann. Roland Wolff, Diplomphysiker im Radiologischen Zentrum der Krankenhäuser des Märkischen Kreises, stellt die Forschungsergebnisse verschiedener Gruppen dar, anhand derer deutlich wird, daß die biologische Wirksamkeit von Röntgenstrahlung größer ist als die von Gammastrahlung. Diese Erkenntnis müßte dringend im Strahlenschutz Berücksichtigung finden.

Stx204-205.1995.2-4,10.4 (4 Seiten)

Strahlentherapie

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Strahlentherapie

Berufliche Strahlenexposition: PD Dr.med. Rainer Becher. 19. März 1934 – 23. Februar 2009. Mensch, Arzt, Strahlentherapeut, Niedrigdosisexperte – ein kritischer und unabhängiger Geist. Im Februar 2009 starb der Nuklearmediziner Priv.-Doz. Dr.med. Rainer Becher an chronisch lymphatischer Leukämie. Er wehrte sich gegen den Mythos, seine Erkrankung sei nicht strahleninduzierbar. Ein Nachruf von Prof. Dr.med. Wolfgang Hoffmann, Universität Greifswald.

Stx534-535.2009.4-6.3 (3 Seiten)

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Strahlentherapie

Medizinische und berufliche Strahlenbelastung: Herzerkrankungen durch niedrigdosierte Bestrahlungstherapien. Hochdosierte therapeutische Bestrahlungsbehandlungen von meist 30 bis 40 Gray, wie sie bei der Behandlung etwa von Brustkrebs oder Hodgkin-Lymphomen angewendet werden, sind dafür bekannt, das Risiko für Herzerkrankungen zu erhöhen. Es gibt aber auch Hinweise darauf, daß für Patienten, die mit kardialen Dosen von weniger als 4 Gray bestrahlt wurden (etwa bei der Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren), ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen besteht. Eine neue Studie mit 64.937 männlichen Beschäftigten der Atomwirtschaft in Großbritannien, die im International Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, fand nun ebenfalls einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Strahlenbelastungen mit niedrigen Dosen und Herzerkrankungen. Für dabei 42.426 aufgrund persönlicher Dosimetriedaten als „Strahlenarbeiter“ identifizierte Personen geben die Autoren eine Erhöhung des Risikos, an Herzerkrankungen zu sterben, von 65 Prozent pro Sievert über das Arbeitsleben kumulierte Strahlenbelastung an. (McGeoghegan et al. 2008: p < 0,001, ERR = 0,65 (90%-CI 0,36-0,98) Sv-1).

Stx524-525.2008.11.1 (1 Seite)

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Strahlentherapie

Epidemiologie: Spätschäden durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew. Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April 2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et al. 2008).

Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)

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Strahlentherapie

Elektronen mit geringer Energie wirken mehr. Biochemiker erforschen, auf welche Weise Elektronen mit geringer Energie Zellen zerstören. Bei der Strahlentherapie wird energiereiche Strahlung örtlich begrenzt auf jenen Bereich im Körper gerichtet, in dem sich der Tumor befindet. Durch Schädigungen der Erbsubstanz (DNA) sollen die bösartigen Tumor-Zellen absterben. Leider wirken die eingesetzten Strahlen aber nicht nur auf die DNA der Tumorzellen. Auch das umliegende, gesunde Gewebe wird durch die Bestrahlung geschädigt. In den vergangenen Jahrzehnten beschäftigten sich deshalb zwar zahllose Forschungsprojekte mit dem Thema Strahlenschäden und Strahlentherapie. Welche molekularen Prozesse diese Schäden jedoch auslösen, war bislang weitgehend unbekannt. „Die Rolle von sogenannten sekundären Elektronen, die bei der Bestrahlung auftreten, war kaum erforscht“, erklärte Professor Dr. Eugen Illenberger vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin. Den Elektronen mit geringer Energie komme eine Schlüsselrolle zu.

Stx484-485.2007.5,6.2 (2 Seiten)

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Strahlentherapie

Ermittlung der Strahlenempfindlichkeit. Falls die strahlenempfindlichen Individuen vor einer geplanten therapeutischen Bestrahlung ermittelt werden könnten, wäre eine Dosissteigerung bei den übrigen Personen möglich und der therapeutische Erfolg größer, meinen Strahlentherapeuten. Auf der Suche nach einem schnellen und zuverlässigen Labortest zur Vorhersage der individuellen Strahlenempfindlichkeit haben deshalb Erhard Severin und Kollegen vom Universitätsklinikum Münster mehrere Bluttests auf ihre Eignung geprüft.

Stx438-439.2005.7-8.2 (2 Seiten)

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Strahlentherapie

Die Krebsbehandlung mit Neutronen ist fragwürdig. "Andere Strahlenarten wirken effektiver und schonender" – Broschüre zum Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. In einer 24 Seiten starken Broschüre hat die Diplom-Physikerin Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut München verschiedene Arten der Strahlentherapie miteinander verglichen. Daraus geht hervor, daß eine Krebsbehandlung mit Neutronenstrahlen die schlechteste, weil von vielen unerwünschten toxischen Nebenwirkungen begleitete Variante ist. Die künftigen Betreiber des neuen Atomforschungsreaktors FRM II der Technischen Universität München hatten die Krebstherapie mit Neutronen stets als wichtiges Argument benutzt, um für das international umstrittene Projekt zu werben. Karin Wurzbacher zeigt auf, daß dieses Argument nicht stichhaltig ist und offenbar gegen besseres Wissen gebraucht wurde. Damit nicht genug: Den Reaktorkritikern wurde sogar unterstellt, daß sie mit ihrer angeblichen Verzögerungshaltung "vielen schwer Krebskranken die Chancen auf eine Therapie und damit auf eine Gesundung genommen haben". Mit der verständlich formulierten Broschüre, für die Prof. Dr. med. Dr. h. c. Edmund Lengfelder vom Strahlenbiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Vorwort geschrieben hat und die beim Umweltinstitut München kostenlos angefordert werden kann, wird dies widerlegt: http://www.umweltinstitut.org

Stx406-407.2003.7,8.2 (2 Seiten)

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Strahlentherapie

Strahlentherapie schädigt Blutgefäße. Bei Krebspatienten nach einer Strahlentherapie auftretende Komplikationen am Darm scheinen primär auf Schädigungen der kleinen Blutgefäße des Organs zu beruhen. Bislang hatte man dagegen angenommen, daß die epithelialen Stammzellen der Darmschleimhaut durch die Bestrahlung zugrunde gehen, so daß sich die Epithelschicht nicht erneuern kann. Richard Kolesnick und Kollegen vom Memorial Sloan Kettering Krebszentrum in New York berichten jetzt, daß nach einer Ganzkörperbestrahlung bei Mäusen als erstes Endothelzellen zugrunde gehen, die die feinen Blutgefäße auskleiden. Die epithelialen Stammzellen sterben erst später ab.

Stx352-353.2001.7.1 (1 Seite)

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Strahlentherapie

Strahlenschutz: Die Strahlung nimmt erst nach mehreren Metern Abstand mit dem Quadrat der Entfernung von strahlenden Personen ab. Strahlungsmessungen nach einer Radiojodtherapie. In den ersten vier Tagen nach der Entlassung nach einer Radiojodtherapie, berichteten Professor Dr.-Ing. Reinhold Zwickler und die Diplombiologin Dr.-Ing. Dorothee Lohr, habe die Körperstrahlung in der Nähe der Patientin das 1.000- bis 100-fache der natürlichen Umgebungsstrahlung betragen. Nehme man hypothetisch an, daß sich eine Person vier Tage lang ständig dicht bei der Patientin aufhalte, so ergebe sich für diese vier Tage eine Dosis von etwa 2,1 Millisievert (mSv). Dieser Wert entspricht etwa der sonst durch natürliche Strahlenquellen verursachten mittleren Jahresdosis, die damit bereits nach rund 100 Stunden erreicht wäre.

Stx314-315.2000.7,8.2 (2 Seiten)

Strahlentherapie

Strahlenanwendung in der Medizin: Strahlenreaktionen der Lunge. Die Empfindlichkeit der Lunge ist dosisbegrenzend bei der Strahlentherapie etwa von Patientinnen mit Brustkrebs. Dabei ist die Zahl der tierexperimentellen und klinischen Untersuchungen zur lungentoxischen Strahlenwirkung relativ gering, ein plausibles Gerüst an mechanistischen, pathogenetischen Vorstellungen zur Strahlenwirkung auf die Lunge ist nur ansatzweise vorhanden - jedenfalls im Vergleich zu den Befunden und mechanistischen Vorstellungen der durch Stäube verursachten Lungenerkrankungen. Ziel der zukünftigen Entwicklung dürfte sein, Marker der individuellen Strahlenempfindlichkeit der Lunge zu definieren. So faßt Prof. J. Bruch vom Institut für Hygiene und Arbeitsmedizin am Universitätsklinikum Essen seinen einleitenden Beitrag in dem Ende 1994 erschienenen Band 36 der Reihe Strahlenschutz in Forschung und Praxis des Gustav Fischer Verlages Stuttgart zusammen.

Stx196-197.1995.3,4.2 (2 Seiten)

Strahlentherapie

Schädelbestrahlung verringert die Intelligenz. Bei vielen leukämiekranken Kindern, die eine Schädelbestrahlung erhalten haben, sind Jahre später die intellektuellen Hirnleistungen vermindert. (The Lancet Bd. 344, S. 224)

Stx186-187.1994.3,4.2 (Kurzmeldung, 2 Seiten)

Strahlentherapie

Nutzen und Risiko falsch abgewogen. Deutsche Ärzte verursachen die höchsten Strahlenbelastungen. Radiologen am Städtischen Klinikum Karlsruhe empfahlen noch 1993, häufiger eine Strahlentherapie bei chronischen Gelenkschmerzen zu verschreiben. Sie begründeten das mit Risikoabschätzungen auf einem Wissensniveau von 20 Jahren zuvor.

Stx160-161.1993.5,6.2 (2 Seiten)

Strahlentherapie

Israel: Gehirntumoren durch Röntgenstrahlen. Das Risiko, an einem der seltenen Tumoren des Gehirns, des Kopfes oder des Nackens zu erkranken, erhöht sich bis zum 20-fachen, wenn diese Körperpartien zur Behandlung von Pilzerkrankungen des Kopfes mit Röntgenstrahlung behandelt worden waren. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie an 10.834 israelischen Patienten.

Stx49.1989.5.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

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Strahlentelex
ISSN 09314288